In der Fußball-Bezirksliga bleibt der TSV Merklingen zum Saisonende vor dem SV Leonberg/Eltingen. TSV Münchingen verabschiedet sich mit einer Niederlage.
Mit einem Zähler Vorsprung hat Aufsteiger TSV Merklingen den vierten Platz in der Bezirksliga gegenüber dem SV Leonberg/Eltingen behauptet und ist damit die beste Mannschaft im Altkreis. Beide Teams behielten ihre Ränge bei, da sowohl der TSV Merklingen gegen Phönix Lomersheim (3:3) als auch der SV Leonberg/Eltingen gegen den TSV Nussdorf (2:2) in ihren Heimspielen am letzten Spieltag nicht über eine Punkteteilung hinauskamen.
Der TSV Merklingen vergab einen möglichen Dreier durch eine schwache Phase kurz vor und nach der Halbzeit. Zwischen der 41. und 50. Minute wurde aus einer 2:0-Führung ein 2:3-Rückstand. „Da ging es kurz Schlag auf Schlag. Das Bittere ist, dass wir die Gegentore wie schon so häufig in dieser Saison durch eigene Fehler eingeleitet haben“, bedauerte TSV-Trainer Gianluca Crepaldi. Einmal kam ein zu kurzer Abschlag postwendend zurück, zudem führten Abspielfehler zu den Gegentoren. Für das dritte zeichnete der erst zur zweiten Halbzeit eingewechselte Lomersheimer Torjäger Lukas Buck verantwortlich, der seinen 14. Saisontreffer erzielte und in der Torjägerliste auf Rang zehn liegt.
Mann des Spiels auf Merklinger Seite war wieder Dzanan Mehicevic, der zwei Minuten nach dem Rückstand den 3:3-Endstand markierte und dabei seinen 18. Saisontreffer erzielte. Der Merklinger Goalgetter hatte schon die beiden ersten Treffer der Gastgeber mit starker Vorarbeit eingeleitet. Er spielte sich jeweils bis in den gegnerischen Strafraum durch und legte dann quer, sodass Felix Laure (5.) und Kai Woischiski (13.) nur noch einzuschieben brauchten. Für Woischiski war es Saisontreffer Nummer 17, als Siebter liegt er einen Rang hinter Mehicevic.
SV Leonberg/Eltingen feiert den einen Punkt
Weniger um das Ergebnis als vielmehr um einen schönen Abschied für einige Spieler ging es Trainer Benjamin Schäffer in seinem letzten Spiel an der Seitenlinie des SV Leonberg/Eltingen nach sechseinhalb Jahren gegen den TSV Nussdorf. Am besten gelang dies mit Lukas Schramm, der nach Vorarbeit und Marco Seufert und Ennio Ohmes in der 61. Minute zum 1:0 traf und anschließend unter dem Applaus seiner Mitspieler ausgewechselt wurde. Sechs Minuten später kamen die Gäste zum 1:1 durch Daniel Linder – „perfekt gespielt, aber stark abseitsverdächtig“, wie Coach Schäffer befand.
In der 81. Minute wähnten sich die SV-Akteure auf der Siegerstraße, als Ennio Ohmes nach erneut starker Vorarbeit von Marco Seufert die Heimelf mit 2:1 in Führung brachte. Doch Yannick Rähmer verhinderte den optimalen Saisonausklang aus ergebnistechnischer Sicht, als er zwei Minuten später mit einem unglücklich abgefälschten Fernschuss zum 2:2-Endstand traf. Nichtsdestotrotz wurde beim SV Leonberg/Eltingen anschließend lange und emotional gefeiert.
TSV Münchingen verpasst das Remis
Mit der 17. Niederlage im 28. Spiel verabschiedete sich der TSV Münchingen nach vier Jahren aus der Bezirksliga. Beim VfB Neckarrems unterlag die Mannschaft von Trainer Ahmet Yenisen mit 2:3. Vorentscheidend war die Phase kurz nach dem Wiederanpfiff, als sich die Gastgeber innerhalb von drei Minuten von 1:1 auf 3:1 absetzten. „Da war Neckarrems einfach gedankenschneller. Wir waren in der Defensive nach den ganzen Wechseln noch nicht richtig sortiert“, erklärte Coach Yenisen, der zur Pause fünfmal getauscht hatte, um so vielen Akteuren wie möglich noch einmal Spielzeit zu geben.
Der flinke Max Stumm hatte Neckarrems nach elf Minuten mit seinem 21. Saisontreffer in Führung geschossen, als die Münchinger Defensive gleich zwei Gegenspieler am langen Pfosten nach einer Flanke übersehen hatte. Das 1:1 fiel nach dem schönsten Spielzug der Gäste, Ivan Percobic schloss diesen in der 38. Minute ab. 25 Minuten vor dem Spielende verlieh Yannick-Noah Kansy den Hoffnungen der Münchinger auf einen Punktgewinn neue Nahrung, als er von der rechten Angriffsseite aus im zweiten Versuch zum 3:2 verkürzte. Lukas Tschentscher hatte in der Schlussphase den 3:3-Ausgleich auf dem Fuß, war jedoch zu uneigennützig. „Er wollte auf unseren mitgelaufenen Kapitän Michael Koch ablegen, damit dieser sich in seinem letzten Spiel als Torschütze verabschieden kann“, erläuterte Yenisen. So blieb es am Ende beim knappen 2:3.