Der Fußball-Bezirksligist SV Kornwestheim muss sich in einer Partie mit überragenden Keepern dem starken Aufsteiger TSV Heimsheim mit 0:1 geschlagen geben.
Nach dem so starken Saisonauftakt befindet sich der Bezirksligist SV Kornwestheim in einer kleinen Ergebniskrise: Gegen den TSV Heimsheim verlor der SVK am Sonntag zuhause 0:1 und steht zum dritten Mal in Serie ohne Zähler da. Ergebniskrise ist dabei nicht mit einer Formkrise gleichzusetzen. „Ich kann der Mannschaft heute keinen Vorwurf machen. Wir waren kämpferisch voll da. Es war ein offener Schlagabtausch mit überragenden Torhütern“, sagt Kornwestheims Trainer Roberto Raimondo.
So brachte der Gästekeeper Mehmet Gündüz den SVK unter anderem in der Nachspielzeit zur Verzweiflung, als er einen Volleyschuss von Nico Schürmann stark parierte. „Das war ein unfassbarer Reflex, keine Ahnung wie er den hält. Wir hatten schon gejubelt“, schildert Raimondo die späte Achterbahnfahrt der Gefühle. Auch zuvor hatte der Heimsheimer Schlussmann mehrmals gut pariert, etwa im ersten Durchgang gleich zweimal im Eins gegen Eins gegen Marco Schwalb. Zudem hatte Tom Schneider per Freistoß die Chance auf die Führung.
Und auch Kornwestheims Torhüter Steffen Scheck wusste sich während der 90. Minuten mehrmals auszuzeichnen. Nicht an den Ball kam er einzig in der 79. Minute, als Kornwestheims Defensive nach einer Standardsituation zweimal vermeintlich klären konnte – doch Heimsheim brachte ihn immer wieder zurück in den Strafraum. Bei der dritten Hereingabe waren dann zwei Gästespieler am langen Pfosten frei. Einer von ihnen, Vincenzo Demarco, ließ den Ball per Kopf zur Führung abtropfen. In der Folge probierte Kornwestheim noch einmal alles, blieb aber erfolglos. Daran änderte auch die späte Überzahl nichts, nachdem ein Heimsheimer wegen einer überharten Grätsche Rot bekommen hatte (89.). Neben der besagten Großchance von Schürmann war auch Lionel Schmidt fast erfolgreich, Heimsheim konnte aber kurz vor der Torlinie retten.
In der sehr engen Tabelle der Bezirksliga steht Kornwestheim im Mittelfeld auf Rang neun – hat aber gerade einmal zwei Punkte Vorsprung auf den ersten direkten Abstiegsplatz. „Diese dritte Niederlage heute nervt mich total. Ein Punkt wäre Gold wert gewesen“, sagt Trainer Raimondo entsprechend.