In der Fußball-Bezirksliga siegt der TSV Denkendorf gegen den VfL Kirchheim deutlich mit 5:1 und festigt so einen Platz im sicheren Mittelfeld.
Nach vier sieglosen Spielen punktete der TSV Denkendorf endlich mal wieder, gewann das Heimspiel in der Fußball-Bezirksliga gegen den VfL Kirchheim deutlich mit 5:1 (3:1) – und sicherte sich so wichtige Punkte im Tabellenmittelfeld.
Im Vorfeld der Begegnung war eine Partie auf Augenhöhe erwartet worden, denn sowohl die Kirchheimer als auch die Denkendorfer waren im Mittelfeld der Tabelle angesiedelt. Diese Annahme schien sich auch nach dem Anpfiff zu bewahrheiten, denn in den ersten Minuten war es ein ausgeglichenes Spiel – bis zur 7. Minute. Ein kleiner Fehler in der Denkendorfer Abwehr, ein Kirchheimer Spieler frei vor dem Tor, und schon schlug es im TSV-Kasten ein: 1:0 für die Kirchheimer durch Fotios Adeneler. Es war ein kleiner Schock für die Gastgeber. Doch das Denkendorfer Team berappelte sich und ließ sich nicht unterkriegen. Mit sehenswerten langen Pässen nach vorne und schnellem Spiel überraschte es die Kirchheimer ein ums andere Mal – nur mit dem Abschluss klappte es in der ersten halben Stunde nicht.
Drei Treffer vor der Pause
In der 35. Minute allerdings gelang es Denkendorfs Steffen Zahner, die Kirchheimer Abwehr zu knacken: Ein Eckball von der linken Seite landete bei ihm und er versenkte das Spielgerät im Kirchheimer Netz zum bis dahin verdienten 1:1-Ausgleich. Die Kirchheimer waren kurz von der Rolle – und die Denkendorfer nutzten clever die sich daraus ergebende Chance: Sie spielten druckvoll nach vorne und Niko Deuschle schoss nur drei Minuten nach dem Ausgleich aus der Mitte des Strafraums den 2:1-Führungstreffer (38.).
„Bis zum 1:1 waren wir gut im Spiel und haben sauber nach vorne gespielt. Aber schon nach dem Ausgleich ist das Spiel leicht zugunsten der Denkendorfer gekippt und nach dem 2:1 waren wir ganz von der Rolle“, sagte VfL-Coach Philip Kühnert.
Plötzlich dreht Denkendorf auf
Doch es kam noch schlimmer für die Kirchheimer. Denn kurz darauf lief beim VfL nicht mehr so viel zusammen wie in den ersten 30 Minuten der Begegnung. Es gab viele Fehlpässe, und wenn es dann ein Spielzug mal vor das Denkendorfer Tor schaffte, fehlte es am Abschluss. Der TSV hingegen fand immer mehr zu seinem Spiel. Mit viel Kampfgeist hatten die Denkendorfer die Partie fest im Griff. Als kurz vor dem Pausenpfiff Mahsum Alper nach einem sehenswerten Spielzug den Ball zum 3:1-Pausenstand ins Kirchheimer Tor gehämmert hatte, gingen die Gäste mit gesenkten Köpfen in die Kabine.
Nach dem Wechsel zeigte sich das gleiche Bild wie in der letzten Viertelstunde der ersten Hälfte: Trotz einiger Auswechslungen fanden die Kirchheimer nicht zu dem druckvollen Spiel, das nötig gewesen wäre, um die Denkendorfer Abwehr zu durchbrechen. Auch aus Standardsituationen gelang es ihnen nicht, Zählbares im Denkendorfer Kasten unterzubringen.
Denkendorf nutzt die Kircheimer Schwächephase
Auch den Denkendorfer Kickern gelang in dieser Phase nicht alles. Sie hatten zu Beginn der zweiten Hälfte aufgrund ihrer spielerischen Überlegenheit mehrere Torchancen, nutzten diese aber zunächst nicht. Nach rund 20 Minuten in der zweiten Hälfte erhöhte Nico Riccio mit einem sehenswerten Treffer auf 4:1 (66.). Einem solchen Rückstand hinterherzulaufen, war für die Kirchheimer schwer. Inzwischen fehlten den Gästen auch Kraft und Energie. In der 73. Minute traf dann TSV-Kicker Timo Müller noch zum 5:1-Endstand.
„Das war ein ganz wichtiger Sieg und es sind unglaublich wichtige drei Punkte für uns“, sagte Denkendorfs Trainer Hendrik Lars Gil und ergänzte: „Wir haben die Angriffe der Kirchheimer sehr erfolgreich verteidigt und vorne die Tore gemacht. Die Höhe des Ergebnisses geht für mich in Ordnung.“ Auch Kirchheims Trainer Kühnert erkannte an, „dass es ein verdienter Sieg der Denkendorfer war. Das Ergebnis ist jedoch zu hoch ausgefallen“.
TSV Denkendorf: Aaron Müller; Havjar, Timo Müller, Riccio (80 Ramser), Piskurek, Zahner, Deuschle (90.+1 Dunz), Niastro, Alper (74. Bauer), Bytyqi, Natsis.
VfL Kirchheim: Nagel; Kutschinke, Er, Crisigiovanni (67. Magno), Shalaj (46. Ackermann), Lisac, Bihn, Kiedaisch (46. Keck), Shala (77. Böhringer), Kirschmann (66. Collic), Adeneler.
Schiedsrichter: Felix Aßmann (Tübingen).
Zuschauer: 200.
Tore: 0:1 Adeneler (7.), 1:1 Zahner (35.), 2:1 Deuschle (38.), 3:1 Alper (45.), 4:1 Riccio (62.), 5:1 Timo Müller (73.).
Beste Spieler: Deuschle, Riccio / Adeneler.