Im Duell zweier kriselnder Bezirksligisten kommt der TSV Denkendorf zu einem 2:1-Zittersieg über den 1. FC Frickenhausen.
Aufatmen nach dem Spielende bei Spielern, Verantwortlichen und Fans des TSV Denkendorf: Soeben hatte ihr TSV in der Fußball-Bezirksliga gegen den 1. FC Frickenhausen mit 2:1 (1:0) gewonnen und damit den Negativlauf gestoppt – fünf Begegnungen ohne Dreier mit nur einem Punkt. Zugleich überholten die Denkendorfer ihren Gegner in der Tabelle und sind jetzt Neunter, während Frickenhausen nunmehr seit sieben Spieltagen auf einen Dreier wartet.
Beiden Teams war ihre Situation nach Beginn der Partie anzumerken. Sie spielten zwar jeweils engagiert und offensiv ausgerichtet, doch immer wieder schlichen sich Abspielfehler, Fehlpässe und Ungenauigkeiten ein, sodass kaum nennenswerte Chancen zu verzeichnen waren. Den Distanzschüssen auf beiden Seiten fehlte zudem die entsprechende Präzision oder sie wurden von den jeweiligen Torhütern entschärft. Nach einem Abwehrfehler der Frickenhausener in der eigenen Hälfte kam in der 28. Minute Denkendorfs Nico Riccio an den Ball, der sofort Sefa Ipek mit einem feinen Steckpass in den Strafraum schickte, wo dieser an dem gegnerischen Goalie vorbei einnetzte: 1:0. Zu diesem Zeitpunkt war es eine überraschende Führung. Beinahe im Gegenzug verhinderte Denkendorfs Torwart Malte Klein den möglichen Ausgleich. Bis zur Pause blieb es bei diesem Spielstand.
Intensives Kampfspiel in Hälfte zwei
Mit viel Elan kamen die Frickenhausener aus der Kabine und drängten die Denkendorfer zurück. Diese standen tief und lauerten über ihre schnellen Akteure auf Konter. Frickenhausen war jetzt optisch überlegen, vertändelte aber teilweise gute Angriffszüge oder vergab diese leichtfertig. So kam es, wie es kommen musste: In der 76. Minute wurde nach einem Abwehrfehler der Gäste erneut in deren eigener Hälfte Denkendorfs Lukas Löw rechts außen auf die Reise geschickt und dessen gefühlvolle Flanke in Frickenhausens Strafraummitte verwandelte der mitgelaufene Dominik Lleshaj mit einem platzierten Kopfball unhaltbar zum 2:0. „Darauf hatten wir gehofft. Frickenhausen musste ja nach dem Rückstand aus der ersten Hälfte kommen und uns Räume für Umschaltmomente anbieten“, erklärte Denkendorfs Co-Trainer Georgios Natsis. Diese Führung hatte jedoch nur kurz Bestand: In der 83. Minute erzielte Frickenhausen durch einen Weitschuss von Endrit Duraku den 1:2-Anschlusstreffer. Denkendorfs Goalie Klein sah hierbei unglücklich aus. So wurde es noch mal bis zum Schluss richtig spannend, da die Gäste alle Kräfte mobilisierten – letztlich erfolglos. „Für uns zählt nur der Sieg. Endlich haben wir uns für unsere Leistung belohnt“, resümierte Natsis weiter. Für ihn waren die Entwicklung und die Leistungen in den vergangenen Wochen besser als die tatsächliche Punktausbeute. Gefasst, aber enttäuscht war natürlich Frickenhausens Coach Sascha Strähle: „Wir agieren seit Wochen unglücklich. Das Spielglück fehlt derzeit einfach. Wir waren zwar feldüberlegen, haben aber Denkendorf durch unser fehlerhaftes Abwehrverhalten eigentlich die zwei Tore geschenkt.“ Zugleich bedauerte er das verletzungsbedingte Fehlen wichtiger Stürmer.
TSV Denkendorf: Klein – Dunz, Ramser (56. Zhegrova), Müller, Riccio (78. Piskureck), Zahner, Zegrova (56. Di Fabio), Löw, Ipek, Lleshaj, Thierfelder.
1. FC Frickenhausen: Höschele – Max Volk, Tom Volk (84. Bledor Duraku), Claudio Portale, Endrit Duraku, Fejza (58. Sergio Portale), Novovic, Oguz (71. Guillen), Köhler, Arslan (58. Emer), Kynast.
Schiedsrichter: Jeremias Thürigen (Ditzingen).
Zuschauer: 75.
Tore: 1:0 Ipek (28.), 2:0 Lleshaj (76.) 2:1 Endrit Duraku (83.).
Gelbe Karten: Löw / Tom Volk, Claudio Portale, Endrit Duraku, Sergio Portale.
Beste Spieler: Dunz, Müller, Lleshaj, Ipek / Max Volk, Tom Volk, Claudio Portale, Endrit Duraku.