Konnte die Niederlage im Heimspiel nicht verhindern: Marbachs Schlussmann Christopher Meyer. Foto: Archiv (Baumann)

Der FC Marbach verliert sein Bezirksliga-Heimspiel gegen Aufstiegsanwärter Germania Bietigheim 1:4 (1:2), überzeugt aber zumindest in der ersten Spielphase. Das reicht am Ende nicht.

Nach einer 1:4-Niederlage erhobenen Hauptes vom Felds zu gehen, das fällt meist schwer. Und auch beim FC Marbach schmerzte die Niederlage in dieser Höhe gegen Germania Bietigheim. Doch gegen den zweitplatzierten Meisterschafts-Mitfavoriten zeigte der FC zeitweise eine richtig starke Leistung, die zumindest auch Mut für die kommenden Wochen macht – zumal es im nächsten Spiel gleich auch noch gegen den Tabellenführer TSV Münchingen geht.

 

„Die ersten 25 Minuten waren unsere besten in dieser Saison. Germania hat da keinen Stich gegen uns gemacht“, lobt gar der FC-Trainer Steffen Leibold seine Mannen. Die Marbacher dominierten in dieser Zeit, setzten die taktischen Vorgaben um, zeigten sich extrem diszipliniert – und vor allem: überzeugten spielerisch und erarbeiteten sich drei hundertprozentige Chancen.

Die schwierigste davon führte zur verdienten Führung. Franco Paletta stürmte mit dem Ball am Fuß aus dem Mittelfeld rund 20  Meter nach vorne, steckte punktgenau durch auf Christos Makrigiannes und der Routinier beförderte das Leder am Keeper vorbei in die Maschen (11.). Die anderen Großchancen blieben hingegen ungenutzt. „Da hätten wir, und das sagten mir nach dem Spiel auch die Gegner, eigentlich 3:0 führen müssen“, trauert Steffen Leibold diesen beiden vergebenen Möglichkeiten nach.

Stattdessen zeigte dann das gegnerische Spitzenteam, was ein solches eben auszeichnet: Germania hatte anfangs keine Antwort auf das Marbacher Spiel gehabt – war aber prompt zur Stelle, sobald sich die Tür einen Spalt öffnete. In der 24. Minute glichen die Germanen nach einem individuellen Fehler der Marbacher zum 1:1 aus. In Folge eines Freistoßes des Gegners hatte die Marbacher Defensive verpasst, konsequent genug zu klären, den zweiten Versuch nutzten die Bietigheimer konsequent.

Und zwölf Minuten später standen die Gäste wieder parat und drehten nach einem erneuten Fehler der Marbacher mit dem Tor zum 2:1 das Spiel (36.). „Dann liegst du in der Halbzeit also hinten, obwohl du eigentlich Grund hättest, jedem auf die Schulter zu klopfen. Das war mental schon ein Wendepunkt“, so Leibold.

Frühe Entscheidung in Hälfte zwei

In der Folge war für den FC dann wenig zu holen. Bietigheim erhöhte recht schnell nach der Pause – wieder nach einem Marbacher Fehler – auf 3:1 (53.). „Wir haben sie dreimal eingeladen, das hat heute den Unterschied gemacht. Wir sind dann auch nicht in der Lage, vier, fünf Tore zu schießen“, sagt der Marbacher Trainer. Fortan spielten die Gäste ihre Klasse aus und hätten noch höher gewinnen können. „Germania hat dann einen Gang runtergeschaltet. So können wir froh sein, dass es am Ende nur ein 1:4 war“, so Leibold. Der vierte Gegentreffer fiel rund zehn Minuten vor dem Abpfiff.

Der FC steht damit im weiterhin sehr engen Tabellenmittelfeld auf Rang zehn, hat drei Plätze und fünf Zähler Vorsprung auf den Relegationsrang. Zwei Kontrahenten haben aber weniger Spiele bestritten. Zunächst geht der Blick aber sowieso aufs schwierige Heimspiel gegen Münchingen. Leibold: „Für uns heißt es in dieser Phase gegen die Topteams der Liga, die Köpfe oben zu halten und weiter Gas zu geben.“