Alexander Malchow, von 2007 bis 2012 Co-Trainer bei den Stuttgarter Kickers, lehnt das Angebot des SV Fellbach ab. Foto: Baumann

Alexander Malchow, langjähriger Co-Trainer der Stuttgarter Kickers, entscheidet sich gegen ein Engagement beim Landesligisten SV Fellbach, bei dem daher der Interimscoach Michael Kienzle bis zur Winterpause das Zepter behält.

Fellbach - Wie vereinbart hat sich Alexander Malchow am Montagvormittag telefonisch bei Mathias Fischer gemeldet. Der Wunschkandidat für die Nachfolge des vor Wochenfrist zurückgetretenen Trainers Markus Kärcher hatte für den Abteilungsleiter des Landesligisten SV Fellbach allerdings nicht die erhoffte Antwort parat  – er sagte ab. Nach einem ersten Treffen Anfang der vergangenen Woche und einem Besuch des Heimspiels am Freitagabend gegen den SV Kornwestheim (1:0) dachte der 46-Jährige über das Wochenende noch über das Angebot nach, ehe er es ablehnte. „Es ist beruflich nicht so vereinbar wie wir uns das beide vorgestellt hatten. Er hat mit Dirk Wüllbier eine Fußballschule eröffnet, bei der sie immer selbst vor Ort sein wollen“, sagt Mathias Fischer. „So ist es leider nicht zustande gekommen.“ Alexander Malchow, der als Defensivspieler auf zweit- bis vierthöchster Ebene agierte, ist Inhaber der A-Trainerlizenz. Er war schon Spielertrainer des SV Hoffeld und der SG Sonnenhof Großaspach, ehe er von 2007 bis 2012 als Assistenzcoach der Stuttgarter Kickers fungierte. Den Großteil der Zeit tat er dies an der Seite von Dirk Schuster, der nun mit dem Aufsteiger Darmstadt 98 in der Bundesliga Furore macht. Nach seiner Absage wird beim zwölftplatzierten SV Fellbach Michael Kienzle, eigentlich Trainer von dessen zweiter Mannschaft (Bezirksliga), das Zepter als Interimscoach bis zur Winterpause behalten. „Es ist auch nicht ausgeschlossen, dass wir mit ihm bis zum Saisonende weitermachen“, sagt Mathias Fischer. Unterstützt wird Michael Kienzle von dem Co-Trainer Harald Janik, der zugleich als Spielleiter tätig ist. Nach dem Heimsieg gegen die Kornwestheimer, bei dem Philipp Röseke zum Spieler des Tages avancierte, stehen in diesem Jahr noch vier weitere Begegnungen aus. Den Anfang macht die Partie am Freitag (19.30 Uhr) beim Tabellendritten SKV Rutesheim.Die Landesliga-Partie zwischen dem TV Oeffingen und dem TSV Crailsheim (3:2) wurde am Sonntag nicht im Sami-Khedira-Stadion, sondern auf dem Kunstrasenplatz daneben ausgetragen. Für den Abteilungsleiter Michael Bren hängt das in erster Linie mit dem Schutz des Grüns zusammen: „Jetzt wächst nichts mehr an.“ Der Spielertrainer Haris Krak nennt auch taktische Gründe: „Wir haben in den vergangenen zwei Wochen nur auf Kunstrasen trainiert. Der Platz ist zudem etwas kleiner, das kam unserer neu formierten Abwehr entgegen.“ Die Erleichterung und Freude über den ersten Heimsieg der Saison war riesig, vor allem auch bei Alessandro De Giovanni, der am Sonntag mit einer Vorlage und einem Tor zum Spieler des Tages wurde.

In seiner Zeit beim FC Bayern München (1982 bis 1988) entwickelte sich der Torwart Jean-Marie Pfaff zum Inbegriff des Elfmeterkillers. Bei 10 von 15 Strafstößen gegen ihn fand der Ball seinerzeit nicht den Weg ins Tor. In der Kreisliga A setzt zurzeit in dieser Hinsicht Nikola Kao vom TSV Schmiden neue Standards. In der Partie beim SV Hertmannsweiler (3:0), in der sein Team die ersten Auswärtspunkte dieser Saison verbuchte, parierte der Vertreter des rotgesperrten Pascal Horter bereits seinen dritten Elfmeter nacheinander. Auf der anderen Seite traf Michele Adesso zweimal aus dem Spiel heraus und liegt mit insgesamt sieben Saisontreffern in der Torschützenliste auf Rang fünf hinter Arda Cetinkaya (14/SC Urbach), Lukas Friedrich (13/SV Breuningsweiler), Benjamin Sigle (10/TSV Haubersbronn) und Stefan Schuster (8/TV Stetten). Letztgenannter war beim fulminanten ersten Heimsieg seiner Mannschaft in dieser Runde gegen den TV Weiler/Rems (7:3) auch zweimal erfolgreich; Tim Kopp netzte sogar dreimal ein.

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