Numerisch-relativistische Simulation zweier einander umkreisender und verschmelzender Neutronensterne. Dargestellt ist das bei der Verschmelzung der beiden Neutronensterne entstandene schwarze Loch und die es umgebende Aggregationsscheibe. Foto: dpa/Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik

Gerade erst wurde der direkte Nachweis von Gravitationswellen mit dem Physik-Nobelpreis gewürdigt. Nun zeichneten Forscher erneut ein spektakuläres Gravitationswellen-Signal auf.

Washington - Sensationeller Durchbruch in der Weltraumforschung: Erstmals haben Wissenschaftler in Europa und den USA Gravitations- und Lichtwellen bei der Verschmelzung zweier sogenannter Neutronensterne gemessen. „Alle unsere Träume sind wahr geworden“, sagte Alan Weinstein von der Caltech Universität im kalifornischen Pasadena. Vom „Beginn einer neuen Ära“ für das Verständnis des Universums sprach Elena Pian vom italienischen Institut für Astrophysik (Inaf).

Geheimnisse des Kosmos gelüftet

Mit den Erkenntnissen über die Verschmelzung von Neutronensternen wurde eines der großen Geheimnisse des Kosmos gelüftet. Der beobachtete Crash zweier dieser Sterne, die sich durch ihre extreme Dichte auszeichnen, fand in 130 Millionen Lichtjahren Entfernung von der Erde statt, wie Wissenschaftler unter anderem auf Pressekonferenzen in Washington und im bayerischen Garching mitteilten. Die Überbleibsel der Kollision erreichten am 17. August um genau 14.41 Uhr MESZ die Erde.

Bilder aus den Tiefen des Alls

Wir zeigen in unsere Bildergalerie einige der atemberaubenden Computersimulationen des kosmischen Ereignisses.

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