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Wie ein Vorabexemplar einer CD an eine Redaktion geschickt wurde und kurz darauf bei Amazon auftaucht.

Stuttgart - Nicht alle Vorurteile müssen stimmen, manche Bestätigung aber schmerzt besonders. Etwa, wenn es um das Verhalten der Medienschaffenden geht. Stimmt gar nicht, dass Journalisten Rezensionsexemplare von Büchern, CDs und DvDs flugs zum verbotenen Wiederverkauf bringen? Stimmt doch. Oder war die Vorfreude eines Kritikers einfach so groß, dass er uns alle am Genuss des neuen Tab Two-Albums teilhaben lassen wollte?

Trompeter Joo Kraus und Bassist Hellmut Hattler, nach zwölf erfolgreichen Tab Two-Jahren getrennt und nun hoffnungsvoll wieder gemeinsam an der Arbeit jedenfalls ließen 120 Exemplare ihres Albums „Two Thumbs Up“ (Erscheinungstermin: 27. April) an Redaktionen verschicken. Nummer 71 ging an einen Mitarbeiter des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ – und war kurz darauf beim britischen Ableger des Online-Versands Amazon zu haben. Anbieter: ein Hamburger Musik- und Literatur-Antiquariat.

Jetzt wird im Internet gestritten. Und fabuliert. Wählte gar ein Postbote den Direktversand ins Antiquariat? Glückwunsch jedenfalls – Enthüllung ist noch immer die beste Werbung.

Ach ja – unsere Besprechung von „Two Thumbs Up“ erscheint am 27. April.

Tab Two gehen übrigens auf Tour: Am 30. April spielen sie in Mannheim - und mit ein bisschen Glück können wir sie zu den Jazzopen in Stuttgart begrüßen.

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