Foto: Fujifilm Imaging

Fujifilm hat geladen – und das interessierte Publikum erschien zahlreich in einem Salon des Schlossgarten-Hotels gegenüber des Stuttgarter Hauptbahnhofs. X-Pro2, als komplett neu konzipierter Nachfolger der legendären X-Pro1, soll das neue Flaggschiff im Programm von Fujifilm werden.

Endlich habe ich sie selber in der Hand. Sie fasst sich sehr wertig an, ein Handschmeichler par excellence. „Das ist das Resultat verschiedener Komponenten“, lasse ich mich informieren. Das Gehäuse, bestehend aus einer Magnesiumlegierung und mit 61 Dichtungen gegen Staub und Spritzwasser geschützt, ist demnach nicht nur robust, sondern auch für den Einsatz im Outdoor-Bereich bestens gerüstet. Selbst zwei SD-Kartenslots sind mit an Bord.

Doch würde ich diese Kamera wirklich mitnehmen, wenn es zum Kajak fahren geht oder zum Wandern? Meine Kameras schütze ich doch selbst vor Nieselregen. Doch ich gebe ein ganz klares „Ja!“ als Antwort. Sie will das, sie kann das und soll es auch. Ich kaufe mir schließlich auch keinen Sportwagen und lasse ihn nur in der Garage. So ein Ding muss raus und das tun, was es soll. Spaß machen und tolle Ergebnisse liefern. Und das macht sie. Die X-Pro2 ist fantastisch aufgestellt. Sie geizt wirklich überhaupt nicht mit fotografischen Reizen. Der neue CMOS Sensor mit 24,3 Megapixeln ohne Tiefpassfilter lässt Bilder entstehen, die an Schärfe, Tiefe und Brillanz kaum zu überbieten sind. Der Wahnsinn ist die Schwarz-Weiß-Filmsimulation namens Acros, der mit ganz feinen Grausbstufungen glänzt. Natürlich bringt die X-Pro2 noch viel mehr Filtereffekte mit.

Doch das ist noch lange nicht alles, was Fujifilm verbaut hat. Sie ist schnell. Verdammt schnell. Beim Einschalten beginnt es schon. Der Autofokus, der wohl nur knackscharf kann, ist der wohl schnellste momentan. Fujifilm spricht von 0,06 Sekunden. Das ist wahrlich schnell. Was mir als User am Besten gefallen hat, ist die Kombination aus einem elektronischen und optischen Sucher in der X-Pro2. Man kann schnell zwischen den beiden Suchermethoden umschalten. Den optischen Sucher kann man für den direkten Blick auf das Motiv verwenden und mit dem optischen Sucher sieht man sofort das fertige Bildergebnis. Mit dem richtigen Objektiv versehen, eignet sich die X-Pro2 auch sehr gut für die Sportfotografie. Eine Verschlusszeit von bis zu 1/8000 Sekunde sind möglich um Situationen wahrlich einzufrieren. Passenderweise könnte man die Resultate direkt via verbautem WiFi übertragen. Das ist klasse.

Da die Kamera unheimlich komplexe und vielfältige Einstellungsmöglichkeiten bietet, kam die neue Option „My Menu“ hinzu, in der bis zu 16 häufig benutzte Funktionen gespeichert werden können. Addiert mit den anderen 16 Funktionen des Schnellmenüs hat man 32 Einstellungen, auf die man blitzschnell zugreifen kann. Das macht die kleine Schwarze zu einem Supersportwagen.

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