Telekommunikationsexperten aus 23 Ländern sind nach Stuttgart geradelt Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

360 Telekommunikations- und IT-Experten aus 23 Ländern sind in sieben Tagen von von Venedig nach Stuttgart geradelt und haben knapp 250 000 Euro an Spenden mitgebracht – unter anderem für drei Caritas-Kinderhäuser in der Stadt.

Stuttgart - Die letzte Etappe, von Münsingen auf der Alb nach Stuttgart, schlappe 62 Kilometer lang und meist bergab, haben die 360 Radler gewissermaßen auf einer Po-Backe runtergestrampelt. Aber bevor die internationale Mega-Truppe aus 23 Ländern am Samstag durch ein Willkommenstor ins Gelände des Sportvereins Sillenbuch rollen konnte und begeistert empfangen wurde, war Härteres geboten: „Übers Stilfser Joch, 2757 Meter hoch, war es fies“, erzählt die Teilnehmerin Doreen Köstler. Und Ofen- und Flüeler Pass seien auch keine Spazierfahrt gewesen.

Von Venedig über die Alpen nach Stuttgart, 900 Kilometer in sieben Tagen durch vier Länder, ging die achte Tour der Global Biking Initiative (GBI) unter dem Motto „We cycle for charity“.

Radfahren für einen guten Zweck: Die Idee kam 2008 unter Vodafone-Mitarbeitern in Düsseldorf auf. „Präzise am 2. Januar“, erzählt Michael Leuenberger, Tourdirektor der GBI: „Da hatten wir alle nach Weihnachten zu viel auf den Rippen und wollten was Sportliches dagegen unternehmen.“

Daraus wurde die erste Tour von Düsseldorf nach Newbury in England, schon mit 63 Teilnehmern, die alle 250 Euro Startgeld zahlen mussten und dank Sponsoren einen Scheck über 23 000 Euro für Wohltätigkeit zur Verfügung stellen konnten.

Die Truppe, durchgängig aus der Telekommunikations- und IT-Branche, wurde immer größer, die Starts nach Mailand, Prag, Oslo oder Amsterdam verlegt, und die Schecks wurden immer üppiger. Der Rekord wurde in Stuttgart, erstmals als Zielort ausgeguckt, bejubelt: Leuenberger und Vodafone-Geschäftsführer Robert Hackl präsentierten 249 859 Euro.

Davon gehen 31 000 Euro an die Stuttgarter Caritas für ihre Arbeit in den Kinderhäusern im Nordbahnhof, in Rot und im Süden. Auch dank einer Gruppe aus Katar: „Jeder von ihnen hat 5000 Euro gespendet“, rühmte Leuenberger. Die neunte GBI-Tour im nächsten Jahr geht von Wien nach Berlin.

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