Gut Brezel essen: Edith Schreiner (CDU), Oberbürgermeisterin von Offenburg, und ihr Schatzmeister Christoph Jopen (SPD) Foto: dpa

Steigende Steuereinnahmen haben der Stadt Offenburg einen Rekord beschert: Die badische Stadt ist die größte schuldenfreie Kommune Baden-Württembergs. Bietigheim-Bissingen ist damit vom Thron gestoßen.

Steigende Steuereinnahmen haben der Stadt Offenburg einen Rekord beschert: Die badische Stadt ist die größte schuldenfreie Kommune Baden-Württembergs. Bietigheim-Bissingen ist damit vom Thron gestoßen.

Offenburg - Fünf Jahre früher als geplant ist das badische Offenburg größte schuldenfreie Kommune in Baden-Württemberg geworden. Am Dienstagnachmittag erreichte die Stadt am Oberrhein ihr Ziel eines Finanzhaushaltes ohne Schulden.

Im Jahr 2000 hatte das 59.000 Einwohner zählende Offenburg damit begonnen, finanzielle Rückstände in Höhe von insgesamt 60,8 Millionen Euro zu beseitigen. Ursprünglich war dies bis zum Jahr 2019 geplant, sagte Oberbürgermeisterin Edith Schreiner (CDU). Wegen steigender Steuereinnahmen sprang die Schuldenuhr jedoch schon jetzt auf null.

„Wir haben nun die Gewissheit, um rund vier Millionen Euro Zins und Tilgungen pro Jahr leichter zu werden“, sagte Schreiner. An der Spitze der schuldenfreien Kommunen löse Offenburg die 42.250 Einwohner zählende Stadt Bietigheim-Bissingen (Kreis Ludwigsburg) ab.

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Stuttgart sind mehr als 90 Prozent der Kommunen im Südwesten mit Schulden belastet. Demnach waren Ende 2012 von den 1101 Städten und Gemeinden im Südwesten lediglich 85 schuldenfrei. 169 Kommunen waren zwar in den Kernhaushalten schuldenfrei, hatten aber Schulden in den städtischen Eigenbetrieben. Zahlen für 2013 sowie für das laufende Jahr sind noch nicht veröffentlicht.

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