Frust nach Bob Dylan Konzert Keine freie Sicht auf die Bühne

Von Melanie Maier 

Bob Dylan ist am 21. Juni in Tübingen aufgetreten. Einen Blick auf den Star konnten jedoch nicht alle Konzertbesucher erhaschen. Foto: AccuSoft Inc., All right
Bob Dylan ist am 21. Juni in Tübingen aufgetreten. Einen Blick auf den Star konnten jedoch nicht alle Konzertbesucher erhaschen. Foto: AccuSoft Inc., All right

Nach Bob Dylans Auftritt in Tübingen gehen zahlreiche Beschwerden bei dem örtlichen Veranstalter, der Koko & Dtk Entertainment GmbH, ein. Dieser will sich bemühen, eine Lösung für die enttäuschten Zuschauer zu finden.

Tübingen - Nach dem Auftritt Bob Dylans am 21. Juni beim Sparkassen-Carré in Tübingen haben sich etliche Konzertbesucher bei dem örtlichen Veranstalter, der Koko & Dtk Entertainment GmbH, über die angeblich miserablen Sichtverhältnisse beschwert. Noch während Dylan sang, sollen Hunderte der insgesamt rund 8000 Zuschauer das Konzert verlassen haben. „Ich bin 1,91 Meter groß und habe die Bühne nicht einmal auf Zehenspitzen gesehen“, sagt etwa Joachim Schnell, der zusammen mit seiner Frau das Konzert nach einer Stunde verlassen hat: „Wir standen relativ weit hinten und haben so gut wie gar nichts gehört. Die Musik klang wie ein leise gestelltes Radio in einem fernen Zimmer.“

Foto: Schnell

Das Problem: das hintere Gelände liegt in einer Senke, hier hatten die Zuschauer keinen Blick auf die Bühne. Eine Leinwand hätte Abhilfe geschaffen, war jedoch nicht aufgespannt worden, da Dylan selbst dies nicht wollte. „Diese Entscheidung müssen wir als örtlicher Veranstalter leider dem Künstler überlassen“, äußert sich Anna Stephan von Koko & Dtk in einer E-Mail an Joachim Schnell.

In dieser E-Mail zeigt Stephan zudem „vollstes Verständnis“ für Schnells Ärger und führt aus, dass sich die besten Plätze in einem abgetrennten Innenraum befanden. Der für alle frei zugängliche Raum sei nicht vollständig ausgenutzt worden, obschon während der Einlassphase versucht worden wäre, weitere Besucher von den Vorteilen der Plätze zu überzeugen – wahrscheinlich, weil diese Plätze am wenigsten regengeschützt waren. Koko & Dtk will nun zunächst alle Beschwerden sammeln und sich dann bemühen, eine Lösung für die enttäuschten Zuschauer zu finden.

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