Volle Geschäfte, volle Kassen: Das Märzklopfen in Ludwigsburg lohnt sich für die Händler und die Kunden. Foto: factum/Granville

Laut, voll, trubelig – mit dem Märzklopfen haben die Ludwigsburger Einzelhändler am Sonntag den Frühling eingeläutet. Der verkaufsoffene Sonntag war ein Erfolg. Ob die Veranstaltung nochmal stattfinden darf, ist indes fraglich.

Ludwigsburg - Laut war es, voll war es, trubelig war es – es war also eigentlich fast alles wie immer beim Ludwigsburger Märzklopfen. Wenn die Einzelhändler mit dem Frühlingsmarkt und verkaufsoffenen Sonntag den Beginn der warmen Jahreszeit einläuten, strömen die Massen von nah und fern. Und so waren auch an diesem Sonntag die Läden in der City bestens besucht. In der Fußgängerzone wurde an jeder Ecke Musik gespielt, und wer nicht zum Shoppen gekommen war, genoss das schöne Wetter bei einem Kaffee oder schlenderte vorbei an den Marktständen auf dem Rathaushof.

Wehmut war keine zu spüren – und doch könnte es für lange Zeit die letzte Veranstaltung dieser Art in Ludwigsburg gewesen sein. Bekanntlich will die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi die Shoppingsonntage in der Barockstadt verbieten lassen. Akut auf der Kippe stehen aktuell nur die zwei verkaufsoffenen Sonntage bei Breuningerland am Stadtrand – der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim hat sich der Verdi-Klage angenommen und wird bald entscheiden, ob die beiden Veranstaltungen durchgeführt werden dürfen.

Verdi will auch gegen das Märzklopfen klagen

Aber die Gewerkschaft hat bereits angekündigt, ebenfalls gegen die zwei Shoppingsonntage in der City zu klagen, also auch gegen das Märzklopfen. Verdi will damit die Mitarbeiter in den Geschäften schützen, die Kunden allerdings würden es bedauern. „Wir kommen seit vielen Jahren hierher, wenn sonntags die Geschäfte offen sind“, erzählt ein Familienvater aus Vaihingen an der Enz, der mit seiner kleinen Tochter an der Hand durch die Seestraße bummelt. „Trotz der vielen Leute ist das hier sehr entspannt – wesentlich entspannter jedenfalls als samstags auf der Königstraße in Stuttgart.“

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