Der Journalist und Schriftsteller Peter Merseburger (1928 – 2022) Foto: dpa/Arno Burgi

Er war Auslandskorrespondent, moderierte in der 1960er und 1970er Jahren das ARD-Magazin „Panorama“ und löste politische Debatten aus. Jetzt ist der Publizist Peter Merseburger im Alter von 93 Jahren in Berlin gestorben.

Berlin - Der Journalist und Autor Peter Merseburger ist tot. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus dem Kreis der Familie. Merseburger starb demnach bereits am Dienstag im Alter von 93 Jahren in Berlin.

 

Der frühere ARD-Korrespondent und politische Publizist gehörte zu den prägenden Gestalten der westdeutschen Medienlandschaft in der Nachkriegszeit, so etwa in den 1960er und 1970er Jahren als Moderator des ARD-Magazins „Panorama“. Seine Berichte und Kommentare lösten teils heftige politische Reaktionen im konservativen Lager aus.

Verfasser von Rudolf-Augstein-Biografie

1977 ging Merseburger als ARD-Korrespondent nach Washington. 1982 wechselte er nach Ost-Berlin. 1987, knapp zwei Jahre vor dem Fall der Mauer, folgte eine Station als ARD-Korrespondent in London. Anfang 1991 ging Merseburger als 63-Jähriger vorzeitig in den offiziellen Ruhestand, um als freier Publizist weiter zu arbeiten.

Er verfasste hochgelobte Biografien unter anderem über den „Spiegel“-Gründer Rudolf Augstein und den SPD-Politiker Willy Brandt.