Velimir Petkovic ist nicht länger Trainer bei Frisch Auf Göppingen. Foto: dpa

Neun Jahre war Velimir Petkovic Trainer bei Frisch Auf Göppingen. Doch weil die Erfolge ausblieben, trennte sich der Handballclub nun von dem 57-Jährigen. Der zeigt Verständnis.

Neun Jahre war Velimir Petkovic Trainer bei Frisch Auf Göppingen. Doch weil die Erfolge ausblieben, trennte sich der Handballclub nun von dem 57-Jährigen. Der zeigt Verständnis.

Göppingen - Die Trennung von Frisch Auf Göppingen nach mehr als neun Jahren konnte Handball-Trainer Velimir Petkovic sogar nachvollziehen. „Nach jeder Niederlage wurden die Diskussionen lauter. Der Verein ist in einer Situation, in der er handeln musste“, sagte der 57-Jährige, nachdem ihn der Bundesliga-13. am Dienstag beurlaubt hatte. „Es interessiert aber keinen, warum das so gekommen ist. Jeder sieht nur die fehlenden Punkte.“ Eigentlich wollten Trainer und Verein erst nach dem Ende der Saison getrennte Wege gehen, doch Frisch Auf zog diesen Schritt vor. „Ich bin erleichtert“, sagte Petkovic dazu.

Kommissarisch soll nun Aleksandar Knezevic die Profis um Michael Kraus betreuen. Zugleich bleibt der zukünftige Sportdirektor aber auch Coach des Frauen-Teams. Dort bekommt er nach Angaben des Vereins Unterstützung von Nedeljko Vujinovic, der bislang Petkovics Co-Trainer war. Dazu, ob der für die kommende Saison verpflichtete Schwede Magnus Andersson das Team nun früher übernehmen soll, machte der Verein keine Angaben. Der frühere Bundesliga-Spieler coacht zurzeit noch den Erstligisten HK Malmö in seiner Heimat.

Auch wenn die größten sportlichen Erfolge schon eine Weile zurückliegen, sei ihm die Entscheidung gegen Petkovic nicht leicht gefallen, sagte Geschäftsführer Gerd Hofele. Nach dem Gewinn des EHF-Pokals 2011 und 2012 schloss Frisch Auf die vergangene Bundesliga-Saison aber nur auf Rang elf ab. Eine Besserung war auch in der laufende Spielzeit nicht in Sicht. Nach den beiden jüngsten Niederlagen gegen GWD Minden und den VfL Gummersbach stehen die Göppinger in der Bundesliga nur noch auf dem 13. Tabellenplatz.

Insbesondere die schwachen Auftritte vor den eigenen Fans ärgerten Hofele. „Wir haben von acht Heimspielen sechs nicht gewonnen. Das ist eine viel zu schlechte Bilanz“, sagte er dem „Schwäbischen Tagblatt“. „Es war eine unheimlich schwere Entscheidung. Aber unsere sportliche Situation mit nur 11:21 Punkten ist völlig unbefriedigend, und wir haben es nicht geschafft, dort herauszukommen.“

Zu einem Wiedersehen des gebürtigen Bosniers mit seinem ehemaligen Club HSG Wetzlar kommt es nun nicht mehr. Denn beim Duell mit dem Tabellenzehnten am Samstag heißt der Cheftrainer von Frisch Auf Göppingen zum ersten Mal seit 2004 nicht mehr Petkovic. Er werde nun erst einmal mit seiner Frau Nada Urlaub machen, um die Kündigung zu verdauen, sagte er der „Wetzlarer Neuen Zeitung“.

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