Die Zugänge von Ole Pregler und Max Beneke zeigen: Frisch Auf Göppingen setzt verstärkt auf junge deutsche Spieler. Dafür gibt’ auch Lob vom Junioren-Bundestrainer.
Am 10. Februar (19 Uhr/EWS-Arena) startet Frisch Auf Göppingen nach der EM-Pause in die restlichen 15 Spiele dieser Handball-Bundesligasaison. Im Heimspiel gegen Aufsteiger GWD Minden feiert Neuzugang Ole Pregler sein Debüt für die Grün-Weißen. Der 23-Jährige kam in der Winterpause vom Ligarivalen VfL Gummersbach, im Tausch mit dem bisherigen Frisch-Auf-Spielmacher Ludvig Hallbäck (25). Die beiden für den kommenden Sommer schon länger feststehenden Wechsel wurden um ein halbes Jahr vorgezogen.
Philosophie wird umgesetzt
Der Transfer passt in die neue Philosophie des Traditionsclubs und stößt auch bei Martin Heuberger auf große Zustimmung: „Ich finde den Weg, den Frisch Auf eingeschlagen hat, sehr gut und sympathisch. Statt auf mittelmäßige ausländische Spieler zu setzen, stehen nun junge Deutsche im Fokus“, sagt der Junioren-Bundestrainer des Deutschen Handballbundes (DHB).
Nun ist der Schwede Hallbäck sicher ein weit überdurchschnittlicher Bundesligaspieler, den Frisch Auf gerne gehalten hätte. Doch grundsätzlich hat der Talentschmied aus der Ortenau völlig recht. Sieben deutsche Jungprofis prägen künftig das Team von Trainer und Teammanager Ben Matschke. Die schwieriger werdenden finanziellen Rahmenbedingungen spielen dabei auch eine Rolle, doch der eingeschlagene Kurs wird konsequent verfolgt.
Das zeigt auch der für die neue Saison feststehende Zugang von Max Beneke (Füchse Berlin/ausgeliehen an ThSV Eisenach). Der 22-jährige Rückraumrechte löst den zehn Jahre älteren David Schmidt ab, der zum griechischen Topclub Olympiakos Piräus wechselt. Beneke hat gemeinsam mit Pregler 2023 den U-21-Weltmeister-Titel im eigenen Land gewonnen. Damals mit im Team von Chefcoach Heuberger: David Späth, Nils Lichtlein, Matthes Langhoff, Renars Uscins und Justus Fischer, die allesamt bei der abgelaufenen EM für die A-Nationalmannschaft am Ball waren. Hinzu kommen aus dem Goldenen 2002-er-Jahrgang Tim Freihöfer und Lasse Ludwig, die im 35er-EM-Kader standen.
Auch wenn Pregler und Beneke für die A-Nationalmannschaft zumindest derzeit kein Thema sind, ist Heuberger von ihren Qualitäten überzeugt: „Ole hat eine hohe Spielfähigkeit, einen sehr guten Schlagwurf, und er bringt viel Tempo ins Spiel. Max ist ein zielstrebiger Teamplayer, ein Shooter-Typ mit gutem Auge für den Kreis.“ Bereits seit Sommer steht mit Martin Hanne (zuvor TSV Hannover-Burgdorf) ein weiterer ehemalige Heuberger-Schützling bei Frisch Auf unter Vertrag. Bedingt auch durch eine Handverletzung ist der 24-jährige Rückraumrechte (neun A-Länderspiele) bisher noch nicht optimal in Göppingen angekommen. „Martin bringt viel Dynamik mit, hat einen super Wackler, ich bin sicher, er wird bei Frisch Auf den Durchbruch schaffen“, schätzt der 61-Jährige.
Eigengewächse im Kader
Zu Hanne, Pregler und (ab Sommer) Beneke kommen vier weitere junge deutsche Gesichter, die aus dem eigenen Frisch-Auf-Nachwuchs kommen: Rechtsaußen Tim Goßner (20), Torwart Julian Buchele, Spielmacher Elias Newel (beide 21) und Rückraum-Allrounder Oskar Neudeck (23). Zum erweiterten Kader gehören zudem Rechtsaußen Fynn Hofele und Kreisläufer Sascha Brodbeck (beide 20), die beide mit einem Zweifachspielrecht für den VfL Pfullingen ausgestattet sind.
Sie alle freuen sich auf den Re-Start gegen GWD Minden und setzen nach 1:13 Punkten vor der EM-Pause auf den dringend benötigten Heimsieg. Einer fiebert der Partie besonders entgegen: Ole Pregler. „Die großartigen Fans und diese besondere Handball-Begeisterung habe ich bisher nur als Gast erfahren. Jetzt freue ich mich, bei Frisch Auf eine wichtige Rolle zu übernehmen, damit wir unsere Ziele erreichen und den Verein Schritt für Schritt weiter nach vorne bringen.“
Saison 2025/26
Ergebnisse
GWD Minden – FAG 28:28, FAG – Füchse Berlin 26:32, HC Erlangen – FAG 28:29, FAG – SC DHfK Leipzig 24:24, TVB – FAG 28:28, SG Flensburg-Handewitt – FAG 32:26, FAG – SC DHfK Leipzig 26:28 (DHB-Pokal), FAG – TSV Hannover-Burgdorf 30:26, Rhein-Neckar Löwen – FAG 30:30, FAG – VfL Gummersbach 24:36, FAG – Bergischer HC 26:21, HSG Wetzlar – FAG 26:28, FAG – HSV Hamburg 34:30, THW Kiel – FAG 34:30, FAG – MT Melsungen 26:26, SC Magdeburg – FAG 37:26, FAG – TBV Lemgo Lippe 26:33, ThSV Eisenach – FAG 31:27, FAG – SG Flensburg-Handewitt 32:33, Füchse Berlin – FAG 42:29.
Termine
FAG – GWD Minden (10. Februar 2026, 19 Uhr), MT Melsungen – FAG (14. Februar, 20 Uhr), FAG – THW Kiel (21. Februar, 19 Uhr), TSV Hannover-Burgdorf – FAG (1. März, 16.30 Uhr), TBV Lemgo Lippe – FAG (15. März, 15 Uhr), FAG – SC Magdeburg (Ostersonntag, 5. April, 18 Uhr), SC DHfK Leipzig – FAG (9. April, 19 Uhr). (jüf)