Pouya Norouzinezhad: Guter Einstand für den iranischen Neuzugang von Frisch Auf Göppingen. Foto: imago/Bildbyran

In zehn Auswärtsspielen war Frisch Auf Göppingen bisher erst ein Sieg in dieser Saison gelungen. Nun kam bei der HSG Nordhorn-Lingen der zweite dazu. Ein Neuzugang trug seinen Teil zum 30:20 bei.

Lingen - Es war erst der zweite Auswärtssieg in dieser Saison im elften Anlauf – doch der fiel für Handball-Bundesligist Frisch Auf Göppingen sehr deutlich aus: Beim Schlusslicht HSG Nordhorn-Lingen setzte sich das Team von Trainer Hartmut Mayerhoffer vor 2511 Zuschauern verdient mit 30:20 (15:9) durch. „Das war eine tolle Mannschaftsleistung und ein sehr souveräner Auftritt“, sagte Torjäger Marcel Schiller mit 10/5 Toren (und einer 100 Prozent Quote) vor Kreisläufer Kresimir Kozina (5) und Spielmacher Tim Kneule (4) bester Frisch-Auf-Werfer – und blickte gleich nach vorne: „Am Sonntag beim Derby in Stuttgart müssen wir genauso auftreten.“

Lesen Sie hier: Ein Sieg des Willens – nach 2:8 noch 28:22

Bis auf die zerfahrene Anfangsphase mit vielen technischen Fehlern auf beiden Seiten zeigte Frisch Auf eine gute Vorstellung. Vor allem die Abwehr stand sicher und beide Torhüter überzeugten. Der in der 41. Minute für Daniel Rebmann eingewechselte Urh Kastelic verhinderte bei der 25:20-Führung bei einem Gegenstoß gegen den frei vor ihm auftauchenden Nicky Verjans, dass Nordhorn auf vier Tore heran kam. Danach baute Göppingen seinen Vorsprung Tor für Tor aus, auch weil der slowenische Nationaltorwart weiter stark hielt.

Lesen Sie hier: Start mit gemischten Gefühlen

Ein ordentliches Debüt feierte im grün-weißen Dress Pouya Norouzinezhad (25). Der iranische Neuzugang aus dem schwedischen Sävehof warf nach nur zwei Trainingseinheiten mit der Mannschaft zwei Tore und war rundum zufrieden: „Das war eine starke Vorstellung des Teams. Wir haben die Vorgaben des Trainers gut umgesetzt.“ Noch einer im Göppinger strahlte übers ganze Gesicht: Dem 18-jährigen Rückraumspieler Oskar Neudeck, A-Jugendspieler aus dem jüngeren Jahrgang und seit den Minis bei Frisch Auf, gelangen seine ersten beiden Bundesligatore.

Mayerhoffer lobt die Einstellung

Hartmut Mayerhoffer zog ein rundum positives Fazit: „Großes Kompliment an meine Mannschaft. Wir wollten anknüpfen an unsere Leistung gegen den Bergischen HC, vor allem hinsichtlich der kämpferischen Einstellung. Am Anfang sind uns noch zu viele technische Fehler unterlaufen, aber wir haben uns schnell stabilisiert“, sagte der Frisch-Auf-Trainer. „Wir haben gut verteidigt, vor allem gegen die 7:6-Taktik der HSG. Wir konnten dann auch die Einsatzzeiten verteilen und auch die Torerfolge verteilten sich breit. Kurzzeitig konnte die HSG noch einmal aufholen wegen unserer Fehlwürfe, aber dann konnten wir doch wieder anziehen. Vor allem die gute Einstellung möchte ich noch einmal besonders hervorheben.“

Die gilt es nun mit ins Derby (Sonntag, 13.30 Uhr/Porsche-Arena) nach Stuttgart zu nehmen. Danach wartet am 1. März (13.30 Uhr/EWS-Arena) auf Frisch Auf die Meisterprüfung gegen die SG Flensburg-Handewitt.

Aufstellungen

HSG Nordhorn-Lingen: Ravensbergen (22.-60. Minute), Buhrmester (1.-22.); Verjans 1, Heiny, Leenders, Weber 8/4, Mickal 3, Miedema, Terwolbeck, de Boer, Vorlicek 1, Prakapenia, Seidel 2, Possehl 2, Pöhle 3, Kalafut.

Frisch Auf Göppingen: Rebmann (1.-41.), Kastelic (41.-60.); Neudeck 2/1, Theilinger 3, Kneule 4, Bagersted 1, Sliskovic 1, Sörensen 2, Schiller 10/5, Rentschler (ne.), Goller, Hermann, Kozina 5, Norouzinezhad 2.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: