Zufriedenheit sieht anders aus: 9:17 Punkte können nicht der Anspruch von Frisch Auf Göppingen sein. Foto: Baumann

Die 28:33(16:15)-Niederlage von Frisch Auf Göppingen in Leipzig hat die Schwachstellen vor zwei wichtigen Spielen in dieser Woche erneut aufgezeigt. Vor allem im EHF-Pokal-Drittrunden-Rückspiel am Samstag in Norwegen steht für den Handball-Bundesligisten sehr viel auf dem Spiel.

Leipzig - Unter den 4273 Zuschauern in der Arena Leipzig saß ein Mann, der früher unter Rolf Brack an der Universität Stuttgart studierte: Ralf Rangnick. Doch der Sportdirektor von Fußball-Bundesligist RB Leipzig brachte seinem einstigen Lehrmeister kein Glück: Bracks Team Frisch Auf Göppingen unterlag in der Handball-Bundesliga dem SC DHfK Leipzig mit 28:33 (16:15) und verliert mit nun 9:17 Punkten immer mehr den Anschluss ans Mittelfeld. Der enttäuschte Trainer musste nicht lange überlegen, warum es wieder einmal keine Punkte zu ergattern gab: „Unsere Abwehrschwäche war heute das Grundübel.“ Das sah Spielmacher Tim Kneule genauso: „Wir haben es in der Deckung nicht geschafft, den Spielfluss des Gegners zu stoppen und haben nicht entscheidend ausgeholfen.“

Janke trifft nach Belieben

Bis zur Göppinger 20:19-Führung (38.) sah es, auch dank der Paraden von Torwart Primoz Prost, noch ganz gut aus. Dann stellte sich Leipzig immer besser auf das 7:6-Überzahlspiel von Frisch Auf ein. Zudem zeigten die Sachsen deutlich mehr Durchschlagskraft auf den Rückraum-Halbpositionen. Max Janke traf bei zehn Versuchen zehnmal, die Linkshänder Franz Semper unn Andreas Rojewski erzielten je fünf Treffer. So zog Leipzig von 24:23 (47.) über 28:24 (52.) den Erfolg souverän nach Hause. Bei Frisch Auf war erneut Linksaußen Marcel Schiller (8/5) bester Werfer. Jacob Bagersted, Allan Damgaard und Jens Schöngarth warfen je vier Tore. Adrian Pfahl (Kapselverletzung am Zeh) stand nicht zur Verfügung.

Am Donnerstag kommen die Löwen

Für Frisch Auf geht es an diesem Donnerstag (19 Uhr/Sky) mit dem Heimspiel gegen den deutschen Meister Rhein-Neckar Löwen weiter. „Da haben wir nichts zu verlieren“, sagt Brack. Ganz im Gegensatz zum zwei Tage später folgenden EHF-Pokal-Spiel beim norwegischen Team OIF Arendal (Hinspiel 27:27). Ein Ausscheiden vor der Gruppenphase würde die Stimmung unterm Hohenstaufen Richtung Gefrierpunkt sinken lassen.

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