Das Eiserne Kreuz ziert eine Christbaumkugel Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Währen der Kriegsweihnacht 1914 fielen allein von der vierten Kompanie des Reserve-Infanterieregiments 120 aus Stuttgart 35 Männer. Dies dokumentiert bis zum 11. Januar die Sonderausstellung „Das Friedensfest in Kriegszeiten" im Haus der Geschichte.

Stuttgart - Die Kriegsweihnacht 1914 war die verlustreichste im ganzen Ersten Weltkrieg. So fielen damals allein von der vierten Kompanie des Reserve-Infanterieregiments 120 aus Stuttgart 35 Männer. Dies dokumentiert bis zum 11. Januar die Sonderausstellung „Das Friedensfest in Kriegszeiten.“

In 24 Vitrinen zeigen Exponate, darunter Feldpostbriefe oder Militärflugzeuge als Christbaumschmuck die Militarisierung des Weihnachtsfests. Tief anrührend dabei: eine von Schrapnell-Splittern durchlöcherte Kinderzeichnung. Der Offizier Karl August Zwiffelhoffer hatte sie zu Weihnachten von seinem Töchterchen bekommen und trug sie in seiner Brusttasche, als er 1917 im Granatenhagel fiel.

An wenigen Frontabschnitten in Belgien, an denen sich Deutsche und Briten gegenüberstanden, kam es dagegen an Heiligabend zu Verbrüderungen, während sich Christen in der Heimat an der Kriegshetze beteiligten. So dichtete die Liebenzeller Mission 1914 das Weihnachtslied „Oh du fröhliche“ um: „Dann gereinigt, mit Gott vereinigt, Stehe furchtlos in dem Streit, Gott wird verschaffen Sieg deinen Waffen. Preis Ihm! Lob’ Ihn in Ewigkeit!

Die Sonderausstellung „Das Friedensfest in Kriegszeiten“ im Haus der Geschichte ist Dienstag bis Sonntag von 10 10 bis 18 Uhr und donnerstags von 10 bis 21 Uhr geöffnet.

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