4000 Demonstranten, darunter viele Schülerinnen und Schüler, haben auf dem Marktplatz demonstriert. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Rund 4000 Demonstranten haben in Stuttgart für den Klimaschutz protestiert. Auf dem Marktplatz gesellte sich auch OB Fritz Kuhn zu den Schülerinnen und Schülern.

Stuttgart - „Bei dem Sound könnte ich in meinem Büro sowieso nicht arbeiten, deswegen bin ich gerne hier“, sagte Oberbürgermeister Fritz Kuhn und erntete von seinem jugendlichen Publikum ohrenbetäubenden Applaus. Laut Veranstalter waren etwa 4000 Demonstranten dem ersten weltweiten Aufrufs der Fridays-for-Future-Initiative gefolgt und am Freitagvormittag auf dem Stuttgarter Marktplatz erschienen.

So viele wie bei keinem der 15 Male vorher, sagen die Organisatoren. Hauptsächlich Schüler, aber auch Studenten, Eltern und ältere Menschen wiederholten im Sprechchor die Texte, die durch das Megafon tönen: „Hopp hopp – Kohlestopp“ und „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“. Kuhn benannte in seiner Rede Energie, Verkehr und Ernährung als die entscheidenden Punkte einer erfolgreichen Klimapolitik. „Die Zukunft gehört den erneuerbaren Energien“, sagte er und rief dazu auf, sich im eigenen Umfeld für mehr Fotovoltaik einzusetzen. Im Anschluss zog die Menschenmenge Richtung Schlossplatz, wo weitere Kundgebungen stattfanden. Massenhaft haben Schüler in mehr als hundert Ländern am Freitag für mehr Klimaschutz gestreikt. Allein in Deutschland gingen Polizei und Veranstaltern zufolge zehntausende junge Leute mit handgemalten Plakaten und lauten Sprechchören auf die Straßen.

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