Nicht nur für Neubürger in Stuttgart zu empfehlen: der Rundkurs Radel-Thon. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Der Frühling ist da: Zeit also, das Fahrrad abzustauben und in die Pedale zu treten. Wir geben Anregungen für Radtouren in Stuttgart und der Region - für Anfänger und Fortgeschrittene. 

Stuttgart - Es ist nicht alles schlecht, was aus Amerika kommt, denken wir nur an die, wenn auch nicht lang anhaltende, durstlöschende Wirkung einer kalten Cola oder den mitunter bizarren Humor Donald Trumps. Beide Highlights amerikanischer Provenienz werden allerdings von einem Radrundkurs in den Schatten gestellt, der zwar in Stuttgart verläuft, aber auf eine ­Initiative des damaligen Amerika-Hauses (heute: Deutsch-Amerikanisches Zentrum) ­zurückgeht.

Von einem Radprofi konzipiert

Die ­Rede ist vom Radel-Thon, einer gut 80 Kilometer langen Strecke, die man nicht nur Neubürgern ans Herz legen möchte. Auch alteingesessene Stuttgarter werden an etlichen Stellen mit hoher Wahrscheinlichkeit Neuland befahren. Konzipiert wurde die anspruchsvolle Berg-und-Tal-Tour vom 2005 verstorbene ehemalige Radprofi und Deutschen Meister Reinhold Steinhilf.

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Trotz seiner ­Länge und den rund 700 Höhenmetern ist der Radel-Thon durchaus auch für Familienausflüge mit Kindern ­geeignet, denn er besitzt einen besonderen Charme, den nur ein Stadtkurs zu bieten hat: Immer wieder trifft man unterwegs auf Stadtbahn- oder S-Bahn­-Linien, sodass man die Tour in mehreren Etappen bewältigen kann.

Die Stadt von ihren schönsten Seiten

Wegen der Verpflegung muss sich niemand Gedanken machen, kommt man unterwegs doch an etlichen Gasthäusern oder Gartenwirtschaften vorbei. Dennoch kann eine Trinkflasche und ein kleiner Snack wegen der mitunter ordentlichen Anstiege nicht schaden.

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Wer den Radel-Thon durchfährt, lernt die baden-württembergische Landeshauptstadt aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln kennen: Man rollt an den steilen Rebhängen am Neckarufer zwischen Münster und Hofen entlang, durchquert den weitläufigen Rotwildpark und bekommt bei Hedelfingen und Untertürkheim die industrielle Seite Stuttgarts zu sehen.

Empfohlen wird die Tour gegen den Uhrzeigersinn

Die Strecke ist recht gut ausgeschildert, eine Karte sollte man dennoch dabei haben. Schilder mit rotem Pfeil weisen den Weg im Uhrzeigersinn aus, empfohlen wird aber die Gegenrichtung, also den Schildern mit schwarzem Pfeil zu folgen.

Service: Als Start- und Treffpunkt böte sich der Seilerwasen in Bad-Cannstatt oder die Rohrer Höhe in Stuttgart-Vaihingen an, wo großformatige Infotafeln über den Streckenverlauf und das Höhenprofil informieren. Kartenmaterial gibt es für fünf Euro an der Infothek im Rathaus.

Wer den Radel-Thon im Schnelltempo in zwei Minuten durchfahren möchte, kann dies mit unserem Video tun. GPS-Daten und weiter Informationen zur Tour finden Sie hier.

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