Die neuen Lieblinge in der Stuttgarter Wilhelma sind die Löwen. Foto: Max Kovalenko

In unserem Freizeitatlas geben wir Anregungen für Kurztrips in Stuttgart und der Region. Dieses Mal: Ausflüge, bei denen es tierisch zur Sache geht.

Stuttgart - Über das Gelände des Schaubauernhofs stapfte eine asiatische Elefantenherde und ein paar Meter weiter erwarten die Sibirischen Tiger Nachwuchs: Was jetzt noch Zukunftsmusik ist, will die Wilhelma bis Mitte der 2020er Jahre wahr machen. Die Pläne für die neue Asienwelt stehen schon, und die ersten Umbauten beginnen im kommenden Jahr. Das Leben in Stuttgarts Zoo steht eben niemals still.Die Wilhelma ist der einzige zoologisch-botanische Garten in Deutschland und besonders vielseitig.

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Auf einer Fläche von rund 30 Hektar oder 40 Fußballfeldern tummeln sich rund 1200 Arten aus allen Kontinenten, etwa die Hälfte davon allein in einem Aquarium der Superlative. Alle Tiere zu studieren, ist an einem Tag kaum zu schaffen. Es wäre auch schade, denn wer sich ein bisschen Zeit zum Zuschauen nimmt, der sieht einfach mehr. Ein Highlight ist etwa die Fütterung am Seelöwengehege. Die Tiere sind nicht nur enorm wendig unter Wasser, sondern auch keck und lustig, wenn es darum geht, zum Beispiel einen Fisch zu stibitzen.

Die Löwen werden Teil der neuen Asienwelt sein

Sie gehören zu den Publikumslieblingen, genau wie die Pinguine, Erdmännchen, Elefanten, Giraffen, Großkatzen und Menschenaffen. Neuerdings leben auch wieder zwei Löwen im Zoo. Sie werden später Teil der Asienwelt sein. Neben den Tieren locken auch das besondere Ambiente, etwa im Amazonienhaus, der außergewöhnliche Baumbestand oder das denkmalgeschützte Gebäude-Ensemble, dessen älteste Bauten noch aus dem 19. Jahrhundert stammen. An Feiertagen gibt es oft lehrreiche Mitmachaktionen für junge Besucher, zudem können sie auf kleinen Spielflächen klettern und Spannendes über die Tiere lernen. Auch ein großer Spielplatz, eine Gastronomie und Kioske für eine Stärkung zwischendurch fehlen nicht.

Die Zucht spielt in der Wilhelma eine große Rolle

Dass sich im Park soviel bewegt und eigentlich ständig irgendwo renoviert oder gebaut wird, hat auch damit zu tun, dass sich auch die Anforderungen an Tierparks ständig wandeln. War es eine Zeit lang schick, möglichst viele Tierarten zu zeigen, rücken heute andere Gedanken in der Vordergrund. Die Zucht spielt eine größere Rolle. Einige Arten, wie etwa die Gänsegeier, werden heute schon in europäischen Zoos nachgezüchtet und ausgewildert, damit sie den natürlichen Tierbestand ergänzen und stabilisieren. So etwas braucht natürlich Platz, und geht manchmal auf Kosten anderer Arten, die dann im Zoo nicht mehr gezeigt werden können. Für die neue Asienfläche wird der Schaubauernhof weichen müssen – aber einen Streichelzoo soll es auch künftig geben.

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