Der Marktplatz in Markgröningen mit seinen prächtigen Fachwerkfassaden ist ein wahrer Blickfang. Foto: imago/imagebroker

Auch im Landkreis lässt es sich während der Osterfeiertage gut aushalten. Wir haben fünf Aktivitäten zusammengestellt, mit denen garantiert keine Langeweile auftritt.

Nach dem kurzzeitigen Wintereinbruch kehrt pünktlich zum Osterwochenende das frühlingshafte Wetter zurück. Bei Temperaturen um die 15 Grad bieten sich Ausflüge ins Freie an. Doch auch für Kulturbegeisterte bieten die Museen im Landkreis Ludwigsburg ein ansprechendes Programm.

 

Wer bislang noch keinen Osterurlaub in Rom oder Tokio gebucht hat und die Feiertage dennoch nicht in den eigenen vier Wänden verbringen möchte, hat auch in der direkten Umgebung zahlreiche Möglichkeiten. Wir haben fünf Tipps für Ausflüge am Osterwochenende zusammengestellt.

1. Wandern auf dem Keltenweg

Wer an die frische Luft will, sich aber trotzdem kulturell weiterbilden möchte, kann eine Wanderung auf dem Keltenweg unternehmen. Dieser ist rund 35 Kilometer lang und führt von Asperg bis nach Hirschlanden. Er verbindet neun wichtige Fundorte aus der Kelten-Zeit, unter anderem den keltischen Fürstensitz auf dem Hohenasperg, das Fürstengrab von Hochdorf und den berühmten Krieger von Hirschlanden.

Das Keltenmuseum in Hochdorf vermittelt einen Eindruck von der Lebensweise der Kelten. Foto: Landratsamt Ludwigsburg

Auf dem Weg liegt das Keltenmuseum in Hochdorf an der Enz, das auch an den Feiertagen von 10 bis 17 Uhr geöffnet ist. Neben Informationstafeln an den einzelnen Stationen gibt es zusätzlich eine App, die Einblicke in die Geschichte der Kelten in der Region bietet und interaktiv ein Bild davon vermittelt, wie es dort zur Zeit der Kelten ausgesehen haben könnte.

2. Auf Fachwerktour durch die Region

Über 798 Kilometer führt die Deutsche Fachwerkstraße im Südwesten und passiert dabei auch den Kreis Ludwigsburg. Mit Bönnigheim, Besigheim, Bietigheim-Bissingen, Markgröningen und Marbach zählen gleich fünf Orte aus dem Kreis zur Liste der insgesamt 31 Fachwerkorte. Zu sehen sind repräsentative Fachwerkbauten aus dem 13. bis zum 19. Jahrhundert.

Egal ob das Rathaus in Markgröningen, der Köllesturm in Bönnigheim oder die Holdergassen in Marbach: Die Region punktet mit einer großen Vielfalt an Fachwerkbauten, die teils zu den ältesten im Südwesten zählen. Die Altstadt von Bietigheim-Bissingen wird gar als „Enz-Florenz“ bezeichnet angesichts der zahlreichen prächtigen Fachwerkbauten, die infolge des Wohlstands aus dem Weinhandel entstanden sind.

3. Ab ins Museum

Die Straßen dürften gerade in den größeren Städten am Osterwochenende ziemlich voll sein. Trotz des guten Wetters lohnt sich deshalb ein Besuch im Museum – und davon gibt es im Landkreis nicht gerade wenige. Eine Besonderheit ist zum Beispiel das Brezelmuseum in Erdmannhausen. Dort dreht sich alles um das schwäbische Nationalgebäck – etwa, ob es ein Oben und Unten gibt. Das Brezelmuseum hat an Karsamstag, Ostersonntag und Ostermontag je von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

Die Sammlung von 185 Spieluhren-Schnapsflaschen ist neu im Schwäbischen Schnapsmuseum. Foto: Kurt Sartorius

Pünktlich zu Ostern hat auch ein anderes ungewöhnliches Museum wieder geöffnet: das Schwäbische Schnapsmuseum in Bönnigheim. Beheimatet ist es in einem Steinhaus aus dem Jahr 1296, dem ältesten Gebäude der Stadt. Das Schnapsmuseum hat am Ostersonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Dabei gibt es kostenlose Führungen und einen Liebeslikör für jeden Besucher.

4. Eine Radtour durch den ganzen Landkreis

Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Kreises Ludwigsburg in seiner heutigen Form wurde ein Jubiläumsradweg ins Leben gerufen. Er führt auf einer Strecke von 162 Kilometern einmal rund um den kompletten Landkreis und durchquert insgesamt 21 Kommunen.

Der Radweg ist in drei Etappen aufgeteilt: Etappe eins führt von Ludwigsburg nach Vaihingen an der Enz, Etappe zwei von Vaihingen nach Besigheim, Etappe drei von Besigheim wieder zurück nach Ludwigsburg. Da die Strecken auch durch Waldstücke führen, ist der Radweg nicht für Rennradfahrer geeignet.

5. Manege frei beim Ostercircus in Bietigheim

Noch bis zum 12. April läuft der Ostercircus von Hofmeister in Bietigheim. Auf dem Gelände des Möbelhauses werden spektakuläre Vorführungen mit internationalen Künstlern geboten. Neu ist in diesem Jahr, dass keine Tiere mehr Teil der Show sind, nachdem es Kritik von der Tierrechtsorganisation Peta gegeben hatte.

Stattdessen ist nun der „Globe of Death“ im Programm, bei dem drei Motorradfahrer Loopings in einer beengten Stahlkugel drehen. Die Veranstaltungen dauern je 60 Minuten und finden um 11, 15 und 17 Uhr statt. Nur am Karfreitag findet keine Vorstellung statt. Karten gibt es online oder je nach Verfügbarkeit ab einer Stunde vor Vorstellungsbeginn vor Ort.