Im Ortskern von Degerloch wird vom 28. bis 30. Oktober gefeiert. Foto: Cedric Rehman

Für die Kirbe hat sich die Freiwillige Feuerwehr in Stuttgart-Degerloch wieder ins Zeug gelegt. Zum 44. Mal wird am kommenden Wochenende geschlemmt und gefeiert. 300 Kilogramm Filderkraut stehen schon bereit.

Degerloch - Wenn sich der Agnes-Kneher-Platz in einen Rummel verwandelt, Verkleidete in der Umkleide der Feuerwehr tanzen und der Abteilungskommandant Schnaps verteilt, ist wieder Degerlocher Kirbe. Von Samstag, 28. Oktober, bis Montag, 30. Oktober, lädt die Freiwillige Feuerwehr zusammen mit dem Gewerbe- und Handelsverein zum 44. Mal zum Fest rund um das Feuerwehrhaus an der Leinfeldener Straße 65.

Am Samstag um 11.30 Uhr wird die Kirbe mit einem Gottesdienst und dem Degerlocher Posaunenchor eröffnet. Danach kann man sich im Feuerwehrhaus beim Mittagstisch stärken. Insgesamt 300 Kilogramm Filderkraut, 500 Flammkuchen, 600 Maultaschen, 250 Kilogramm Schupfnudeln und 400 Kilogramm Fleisch sollen in den drei Tagen den Hunger der Besucher stillen. 20 Mitglieder der Jugendgruppe bewirten die Gäste.

In der Blaulichtbar geht die Post ab

Auf dem Festplatz kann man sich das ganze Wochenende über auf den Boxautos und dem Kinderkarussell vergnügen. Am Freitagabend spielt in der Fahrzeughalle das Duo Stauferland Echo auf Akkordeon und Gitarre. Zwischendurch wird außerdem eine Guggenmusikgruppe die Menge aufmischen. Von 21 Uhr an steigt dann in der Blaulichtbar die Mixed Musik Party, wo für jeden Musikgeschmack etwas zum Tanzen dabei sein soll. Um Platz für die Bar zu schaffen, wurde die Umkleide der Feuerwehrleute ausgeräumt, dekoriert und mit einer Bar ausgestattet. „Da geht natürlich die Post ab“, sagt Abteilungsleiter Frank Althoff. Ihn werde man auf jeden Fall auch in der Blaulichtbar antreffen – hinter, aber auch vor der Theke.

Am Sonntag ist Familientag auf der Degerlocher Kirbe. Von 13 bis 17 Uhr können die Fahrzeuge der Feuerwehr besichtigt und auch von innen erforscht werden. Von 13 Uhr an öffnen außerdem die Geschäfte ihre Türen zum verkaufsoffenen Sonntag und laden zum Bummeln ein. Ruhe vom Trubel gibt es im Kaffeehäfele bei selbstgebackenem Kuchen und Kaffee. Der Erlös im Café geht an die Jugendgruppe der Freiwilligen Feuerwehr.

Voriges Jahr wurde um die Kirbe gebangt

Am Montag, dem letzten Tag der Traditionsveranstaltung, sind Handwerker, Büroteams und alle Degerlocher zum Mittagstisch in das Feuerwehrhaus eingeladen. Für wenig Geld gibt es drei verschiedene Gerichte. Frank Althoff verteilt außerdem wie jedes Jahr Verdauungsschnaps an die Gäste. In der Fahrzeughalle spielt wieder das Stauferland Echo. Zum Abschluss des dreitägigen Festes wird in der Blaulichtbar die Nacht zum Tag gemacht. Um 21 Uhr beginnt eine Halloweenparty. Wer dort verkleidet auftaucht, bekommt von der Feuerwehr das erste Getränk aufs Haus.

Voriges Jahr musste noch gebangt werden, ob die Kirbe wie geplant stattfinden kann. Baustellen rund um das Bezirksrathaus und eine Diskussion um den verkaufsoffenen Sonntag waren der Grund. „Dieses Jahr lief alles problemlos“, sagt Althoff. Von Mittwoch an laufen die Aufbauarbeiten und Degerloch duftet nach Filderkraut, denn das wird bereits drei Tage vor Beginn in riesigen Töpfen gekocht. Insgesamt 100 Feuerwehrangehörige helfen mit. Schon Monate vorher begann die Planung. „Ganz nebenbei“ ist die Freiwillige Feuerwehr auch während der Feier durchgehend einsatzbereit. Arbeit, die Althoff und seine Mannschaft sich gerne machen: „Die Kirbe ist das absolute Highlight im Ort“, sagt er.

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