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Nach Schwieberdingen hat sich nun auch Vaihingen/Enz gegen die Deponierung von freigemessenem Abfall aus Neckarwestheim auf ihrer Deponie ausgesprochen. Mehr Handhabe hat die Stadt aber nicht.

Vaihingen/Enz - Der Vaihinger Gemeinderat hat sich in einer Erklärung gegen die Deponierung freigemessenen Abbruchmaterials des Kernkraftwerks Neckarwestheim auf der Deponie Burghof ausgesprochen. Mit drei Enthaltungen erfolgte der Beschluss einstimmig. Die Erklärung wird nun ans Landratsamt und ans Umweltministerium geschickt. Im Text bittet die Verwaltung darum, alternative Entsorgungswege zu finden für jenen Bauschutt des rückzubauenden Atomkraftwerks, der laut Definition einen bestimmten Grenzwert radioaktiver Strahlung unterschreitet.

Vaihingen folgt damit Schwieberdingen, das sich ebenfalls gegen eine Deponierung auf seiner Deponie Froschgraben ausgesprochen hat. Der Nachbarort Markgröningen hatte aus Solidarität eine ähnliche Erklärung abgegeben. Rechtlich bindend ist das allerdings nicht. Aus rechtlicher Sicht ist Vaihingen verpflichtet, den Schutt anzunehmen. Oberbürgermeister Gerd Maisch: „Wir wollen unseren Unmut politisch zum Ausdruck bringen, aber wir werden uns nicht auf die Straße legen.“