Lilith Knauf (rechts, gegen Elisa Koschera, SV Hoffeld) steht der SGM TSV Heumaden/SV Sillenbuch wegen ihres Studiums in Bamberg nur noch als Stand-by-Spielerin zur Verfügung. Foto: Archiv Yavuz Dural

Der SV Hoffeld und die SGM/TSV Heumaden/Sillenbuch starten in der Regionenliga in die Rückrunde.

Filder - Dumm gelaufen: Schon vor dem offiziellen Rückrundenstart am Sonntag, 13. März, haben sich die beiden Regionenliga-Teams unterm Fernsehturm in ihren ersten Pflichtspielen im neuen Jahr ärgerliche, weil unnötige Niederlagen eingehandelt. Umso mehr brennen die Fußballerinnen der SGM TSV Heumaden/SV Sillenbuch und auch beim Nachbarn SV Hoffeld nun auf einen gelungenen Start am ersten Spieltag nach der Winterpause. SGM TSV Heumaden/SV Sillenbuch: Die 0:2-Schlappe aus der vorigen Woche in der Nachholpartie gegen den VfB Tamm wurmt Andreas Prokisch immer noch ein bisschen. Denn aus Sicht des Frauen-Fußballabteilungsleiters waren die Seinen im zweiten Anlauf des im November aufgrund schlechter Platzverhältnisse ausgefallenen Spitzenspiels der Regionenliga, Staffel 2, „mindestens ebenbürtig und hätten sich einen Punkt verdient gehabt“, sagt er. Doch letztlich zählen beim Fußball die Tore. Weshalb die Gäste aus dem Kreis Ludwigsburg nach Punkten mit ihren Kontrahentinnen gleichgezogen haben und dank der um neun Treffer besseren Tordifferenz nun als Spitzenreiter in die Rückrunde starten. Beim punktgleichen Co-Spitzenreiter, der am Sonntag in seinem Heimspiel gegen den Tabellenzehnten FV Löchgau II (13 Uhr) im Sportgebiet Hasenwedel antritt, ist der Frust über die verpasste Tabellenführung inzwischen gewichen. Vielmehr überwiegt inzwischen die Lust auf die Aussicht „nach einer völlig überraschend erfolgreichen erste Saisonhälfte“ dieser nun eine ebensolche tolle Rückrunde anzufügen.

Georg Schleicher neuer Cheftrainer

Jedoch: „Wir haben keinen Druck, auch am Saisonende auf einem der ersten beiden Tabellenplätze stehen zu müssen“, betont Prokisch, der dennoch „gerne alles mitnehmen würde, was geht“. Für den Meister geht es nach der Punkterunde direkt hoch in die Landesliga, der Zweite muss sein Glück derweil in Aufstiegsspielen zwingen. Prokischs Einschränkung ist nicht zuletzt aber auch ein Stück weit dem Hintergrund geschuldet, dass es im Verein vor Kurzem erst notgedrungen einen Wechsel auf dem Posten des Cheftrainers gegeben hat. Georg Schleicher, so heißt der neue Mann. Der 46-Jährige war zuvor bei den Fußballerinnen der Spvgg Stuttgart-Ost tätig und ist damit Nachfolger des erst vor Beginn dieser Runde eingestiegenen Waldemar Raschkowski, der aufgrund seiner gestiegenen beruflichen Belastung schweren Herzens seine Demission erklären musste. Beim kickenden Personal ist abgesehen von Lilith Knauf, die nach ihrem studienbedingten Umzug nach Bamberg fortan nur noch als Stand-by-Spielerin zur Verfügung steht, alles beim Alten geblieben. SV Hoffeld: Mit einer ärgerlichen Niederlage ist auch der Tabellenachte von der Hohen Eiche ins neue Fußballjahr eingestiegen: Im Bezirkspokal-Halbfinale ist der letztjährige Endspielteilnehmer nach einem 6:7 nach Elfmeterschießen am unterklassigen VfB Obertürkheim III gescheitert und damit raus aus diesem Wettbewerb. Nach 90 Spielminuten hatte es 1:1 gestanden, nachdem die Gäste durch den Ausgleichstreffer von Antonia Eckhardt in der 35. Minute lediglich die frühe gegnerische Führung hatten egalisieren können. „Schlussendlich haben wir es nicht geschafft, das gegnerische Bollwerk zu überwinden. Der Sieg für Obertürkheim geht deshalb in Ordnung“, gab sich Andrea Jerke, die gemeinsam mit ihrem Trainerkollegen Allen Frederick das sportliche Sagen in Hoffeld hat, als faire Verliererin.

Hoffelder Mädels wollen sich revanchieren

Mit einem krachenden 9:2-Kantersieg gegen das Tabellenschlusslicht VfR Großbottwar hatte sich ihre Formation im alten Jahr in die Winterpause verabschiedet, am Sonntag (Anpfiff ist um 10.30 Uhr) steht nun ebenfalls ein Auftritt vor eigenem Publikum in die zweite Saisonhälfte an. Zu knacken bekommen Jerke und Co. mit dem Tabellenfünften FSV 08 Bissingen dann freilich eine deutlich härtere Nuss. Aber egal. „Unsere Mädels sind heiß, sich für das 0:2 aus dem Hinspiel zu revanchieren“, sagt die Trainerin, die mit ihrem nahezu unveränderten Aufgebot neben dem Ziel Klassenverbleib vor allem eines in den verbleibenden elf Spielen auf dem Rasen haben will: Viel Spaß am Fußball. „Sollten wir dazu auch noch unseren sechsten Abschlussrang aus dem Vorjahr wiederholen können, wären wir alle rundum sehr zufrieden“, sagt Jerke.

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