Frauenfußball-WM 22 Frauen - ein Ziel: Der Titel

Von Eva Wirth und Julia Rapp 

Am 26. Juni beginnt die Frauenfußball-WM in Deutschland - Wir stellen unser Team vor.  

Berlin - Das Team ist topfit, alle Positionen sind mindestens doppelt besetzt. Die älteren Spielerinnen wie Birgit Prinz oder Inka Grings machen sich bereit für das letzte Hurra, die jungen wie Kim Kulig oder Alexandra Popp erhöhen den Druck. Vier Testspiele, vier Siege, 15:0 Tore. Kurz vor dem Start der Frauenfußball-WM am 26. Juni steht fest: Sportlich läuft bei den deutschen Fußballerinnen alles rund. Der Weg zum WM-Triumph führt dieses Mal nur über die Titelverteidigerinnen.

Seit Monaten feilen das Trainerteam um Bundestrainerin Silvia Neid (47), Assistenztrainerin Ulrike Ballweg (45) und Torwarttrainer Michael Fuchs (41) - unterstützt vom rund 50-köpfigen Betreuerteam - und natürlich in erster Linie die Spielerinnen selbst an allen taktischen und technischen Feinheiten, die Deutschland zu einem fantastischen Rekord verhelfen könnten: dreimal hintereinander eine Fußball-Weltmeisterschaft zu gewinnen. Die Mädels sind eingeschworen. 22 Frauen haben nur noch ein Ziel: den WM-Titel.

Deutschland ist erst der zweite europäische Gastgeber

Ob der Heimbonus dabei hilft? Die Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011 ist die sechste Auflage des Turniers des Weltverbands Fifa. Deutschland ist nach Schweden 1995 erst der zweite europäische Gastgeber. Die restlichen Turniere fanden je zweimal in den USA und China statt. Und bisher haben es nur die Frauen aus Amerika geschafft, vor heimischem Publikum am Ende die WM-Trophäe in die Höhe zu strecken. 1999 gelang ihnen das Kunststück - bei allen anderen Weltmeisterschaften wurde der Pokal nach Turnier-Ende außer Landes gebracht. Nach Deutschland, Norwegen oder in die USA. Bisher gibt es bei den Frauen nämlich insgesamt gerade einmal drei Titelträger.

Ganz anders bei den Männern: Bei 19 Weltmeisterschaften gab es acht unterschiedliche Titelträger. Sechsmal triumphierte der jeweilige Ausrichter: 1930 Uruguay, 1934 Italien, 1966 England, 1974 Deutschland, 1978 Argentinien und zuletzt 1998 Frankreich.

Theo Zwanziger, der Präsident des Deutschen Fußball-Bunds (DFB), sieht die Titelverteidigerinnen aber auf jeden Fall im Semifinale. "Ich wünsche mir, dass die Mannschaft attraktiven Fußball zeigen kann und der Weg ins Halbfinale führt,", sagte Zwanziger: "Dort haben wir alle Chancen. Und wenn wir im Finale sind, wollen wir natürlich auch gewinnen. Aber man kann keine Titel versprechen."

Eröffnungsspiel gegen Kanada

Angepfiffen wird das Turnier für die deutsche Nationalmannschaft am kommenden Sonntag (18 Uhr/live in der ARD) mit dem Eröffnungsspiel gegen Kanada in Berlin. Das Olympiastadion ist übrigens das einzige der neun WM-Stadien, in denen noch nie ein A-Länderspiel der Frauen ausgetragen worden ist. Die 73067 Eintrittskarten sind schon lange alle verkauft. "Die Resonanz stimmt mich überaus positiv", freut sich Steffi Jones, die Chefin des WM-Organisationskomitees. Sie selbst ist für ein zweites Sommermärchen gerüstet. "Ich habe mein Fähnchen schon", sagt die ehemalige Nationalspielerin, "und freue mich auf Fahnenmeere in den Städten."

Wir stellen Ihnen unsere WM-Mädels vor. Klicken Sie sich durch die Bildergalerie!

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