Auf Luis Müller (Mitte) kann sich der TSV Malmsheim verlassen. Foto: Andreas Gorr

Frust und Freude beim TSV: Während die Malmsheimer Frauen ihre vierte Pleite in Folge in Schwäbisch Hall einfahren, holen die Männer den fünften Sieg in Serie.

Der Negativtrend der Frauen des TSV Malmsheim in der Basketball-Regionalliga hält weiter an. Die 43:61-Niederlage bei den TSG Schwäbisch Hall Flyers ist bereits die vierte Pleite in Serie, im Gegensatz zur Niederlage gegen die PKF Titans in der Vorwoche (47:55) fiel das Spiel deutlicher aus.

 

Trainerin Lisa Bonds fand die Gründe dafür in der dünnen Personaldecke, von den neun mitgereisten Spielerinnen hatten Lena-Marie Sroka und Franziska Bohn noch mit den Nachwirkungen von Verletzungen zu kämpfen, zudem fehlten weitere Stammkräfte wie die langfristig erkrankte Nadine Sasse, Urlauberin Annika Jendrian und Janina Dzubba.

Nadine Sasse fehlt beim TSV Malmsheim schon länger. Foto: Andreas Gorr

Die verbliebenen Malmsheimerinnen um Top-Scorerin Mariana Finkenauer (8 Punkte) kamen besonders in der ersten Hälfte kaum ins Spiel, die teils neu formierte Mannschaft brauchte zu lange, um sich an die veränderte Konstellation zu gewöhnen. Zudem prägten eigene Fehler des TSV-Spiel in der ersten Hälfte, die mit 41:17 sehr deutlich an die sehr treffsicheren Gastgeber ging.

TSV-Frauen geben trotz hohem Rückstand nicht auf

„Wir haben trotzdem nicht aufgegeben“, lobte Bonds den Kampfgeist ihrer Mannschaft, welche die zweite Spielhälfte mit 26:20 gewann. „Wir haben gezeigt, dass wir es können. Aber die erste Halbzeit war zu schlecht, um alles aufzuholen.“ Die Trainerin hofft nun darauf, dass sich das Lazarett bis zum letzten Hinrundenspiel in zwei Wochen wieder etwas entspannt.

Siegesserie ausgebaut: Malmsheimer Männer schlagen Feuerbach deutlich

Viel entspannter läuft es derzeit bei der Malmsheimer Männern in der Landesliga. Das Team von Trainer Manuel Martinez gewann beim Tabellenvorletzten Sportvg Feuerbach mit 72:52 und bleibt weiterhin ärgster Verfolger von Spitzenreiter TV Nellingen, der gegen Schlusslicht MTV Stuttgart 3 einen knappen Erfolg holten. Der achte Saisonsieg für den TSV Malmsheim markiert das fünfte Spiel, welches die Mannschaft mit mindestens 20 Punkten Vorsprung dominant für sich entscheidet, im englischen gern als „Blowout“ bezeichnet.

Nach einem holprigen Start in den ersten fünf Minuten der Partie schafften es die Gäste im Anschluss sich abzusetzen – zur Pause lag der TSV bereits mit 16 Punkten vorn. Martinez nutzte das Spiel, um alle neun Mitglieder des Spieltagskaders zum Einsatz zu bringen. „Wenn es eng ist, müssen die Besten ran. Aber in so einem Spiel kann ich alle reinbringen“, meinte Martinez, der den deutlichen Erfolg neben dem Umstand, dass seine Mannschaft besser eingespielt sei als der Gegner vor allem mit einer größeren Ernsthaftigkeit als der Gegner.

Einfach eine Nummer zu groß: Luis Müller (Mitte) Foto: Andreas Gorr/Andreas Gorr

Die Feuerbacher hätten die Halle erst zehn Minuten vor Spielbeginn betreten. „Ich glaube“, vermutete Martinez, „sie sind schon mit der Einstellung angetreten, dass gegen uns nicht viel zu holen ist.“ Diese Vorahnung bestätigte sich, Feuerbach hatte die Malmsheimer nicht im Griff, vor allem Topscorer Luis Müller (22 Punkte) war mit seinen zwei Metern von den kleineren Gegnern nicht zu bändigen.

Kein Spiel für den SV Leonberg/Eltingen

Während die Malmsheimer damit ihren fünften Sieg in Folge einfahren, legte der SV Leonberg/Eltingen eine Pause ein. Der planmäßige Gegner, die Backnanger Cool Blues, hatten sich schon vor Saisonbeginn aus der Liga zurückgezogen.