Als sie zehn Jahre alt war, hat Diethold Heubel ihren Vater zum letzten Mal gesehen. Das Deutsche Rote Kreuz sucht seit 1945 nach Vermissten aus dem Krieg – doch mehr als eine Million Schicksale sind noch ungeklärt.

Stuttgart - Im Jahr 2023 wird das Deutsche Rote Kreuz voraussichtlich seinen Suchdienst nach Vermissten aus dem Zweiten Weltkrieg einstellen. Aktuelle Krisen wie die vielen Suchanfragen von Geflüchteten in den letzten Jahren beanspruchen den Suchdienst stark. Zudem wird davon ausgegangen, dass die Suche nach Vermissten aus dem Zweiten Weltkrieg im Laufe der Jahre an Bedeutung verlieren wird. Doch für manche Menschen ist der Krieg auch siebzig Jahre nach seinem Ende im Kopf noch nicht abgeschlossen. Diethild Heubel zum Beispiel sucht noch immer nach ihrem Vater. Das letzte Mal hat sie ihn gesehen, als sie zehn Jahre alt war. Sehen Sie ihre Geschichte im Video.

Außerdem: Hier geht’s zu unserer Multimedia-Reportage „Der Krieg ist aus!“. Fünf Menschen aus Baden-Württemberg erzählen, wie Sie das Kriegsende erlebt haben.

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