Das von Victor Diwisch zur Verfügung gestellte Foto zeigt Rettungskräfte, die nach einem Lawinenabgang am 13.02.2017 oberhalb des Ortes Tignes (Frankreich) an der Unglücksstelle arbeiten. Foto: Victor Diwisch/dpa

Eine Lawine hat in den französischen Alpen vier Menschen unter sich begraben. Die Behörden gingen zunächst von noch mehr Todesopfern aus - wegen eines Fehlers in der Datenbank.

Albertville - Bei einem Lawinenunglück in den französischen Alpen sind am Montag nahe dem Skiort Tignes vier Menschen getötet worden. Nach dem Unglück waren die Behörden zunächst von einer noch höheren Opferzahl ausgegangen. Dies lag womöglich an einem Fehler in einer Datenbank, in die die Snowboarder doppelt eingetragen wurden.

„Wir beklagen die vier Opfer und denken, dass es nur vier sind“, sagte der stellvertretende Präfekt der Gemeinde Albertville, Nicolas Martrenchard. Die Suche gehe aber dennoch weiter.

Die vier Opfer, ein 49 Jahre alter Snowboard-Lehrer, ein 48 Jahre alter Vater und seine 15- und 19-jährigen Söhne, sollen alle Franzosen sein. Die Behörden nannten jedoch keine Namen. Die Gruppe war nach Angaben Martrenchards abseits einer Piste mit einem Tourführer gelaufen und hatte die Snowboards getragen, als die Lawine abging. Alle seien mit Ortungsgeräten ausgerüstet gewesen.

Die Leichen seien am Montagnachmittag geborgen worden, teilte einer der Bergretter mit. An der Suche seien rund 40 Einsatzkräfte beteiligt gewesen. Außerdem seien Helikopter und Skilehrer aus der Region im Einsatz gewesen.

Die Lawine war rund 100 Meter breit und 400 Meter lang und löste sich in etwa 2100 Metern Höhe in einem Abschnitt abseits der Pisten, der als Tovière bekannt ist.

Die Lawinengefahr in dem betroffenen Gebiet wurde am Montag auf einer Fünf-Punkte-Skala mit drei angegeben. Andere Pisten in dem Skiort blieben am Montag geöffnet.

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