Die Akademie gibt seit Ende des 17. Jahrhunderts das offizielle Wörterbuch heraus und verleiht mehrere Literaturpreise, mit der Einladung zu einer Sitzung gewährt sie Gauck einen Einblick in das Herz der französischen Sprache Foto: dpa

Als 17. Staatschef der Geschicht darf Bundespräsident Joachim Gauck am Donnerstag an einer Sitzung der Académie française teilnehmen. Damit kommt Gauck eine besondere Ehre zu.

Paris - Bundespräsident Joachim Gauck wird bei seinem Abschiedsbesuch in Frankreich eine ganz besondere Ehre zuteil: Er darf am Donnerstag an einer Sitzung der Académie française in Paris teilnehmen.

Der 17. Staatschef in der Geschichte

Gauck ist erst der 17. Staatschef in der Geschichte der 1635 gegründeten Akademie, der dazu eingeladen ist. Die Académie française und ihre 40 auf Lebenszeit berufenen Mitglieder haben sich der Pflege der französischen Sprache verschrieben. Die Akademie gibt seit Ende des 17. Jahrhunderts das offizielle Wörterbuch heraus und verleiht mehrere Literaturpreise. Sie macht sich auch zur Aufgabe, den Einfluss englischer Wortneuschöpfungen klein zu halten. Sie schlägt dafür regelmäßig Alternativen vor, wie etwa „mot-dièse“ statt „Hashtag“ oder „enfant du numérique“ statt „Digital Native“. Mit der Einladung Gaucks will die Institution nach eigenen Angaben „die Fruchtbarkeit des Austauschs zwischen den beiden Kulturen“ würdigen. Sie verweist darauf, dass Frankreich der diesjährige Ehrengast auf der Buchmesse in Frankfurt am Main im Oktober ist.

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