In Frankfurt ist es am Dienstagmorgen zu einer Messerattacke gekommen. Foto: dpa/Frank Rumpenhorst

Ein Mann greift in Frankfurt mehrere Menschen mutmaßlich mit einem Messer an. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort. Ein Tatverdächtiger ist gefasst. Noch sind viele Fragen offen.

Frankfurt/Main - Ein Mann hat im Frankfurter Bahnhofsviertel mehrere Menschen vermutlich mit einem Messer attackiert und verletzt. Die Polizei konnte nach der Tat am Dienstagmorgen einen Tatverdächtigen festnehmen, wie die Beamten mitteilten. Laut einer Polizeisprecherin wurden vier Menschen durch den Angreifer verletzt, drei von ihnen schwer. Weitere Einzelheiten etwa zum Hintergrund der Tat wurden zunächst nicht bekanntgegeben.

„Gegen neun Uhr kam es zu einer tätlichen Auseinandersetzung, bei der mutmaßlich ein Messer eingesetzt worden ist. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt“, sagte Polizeisprecher Thomas Hollerbach am Dienstag während der Ermittlungsarbeit am Tatort. „In der Folge haben wir einen tatverdächtigen Mann festnehmen können.“

Opfer-Täter-Beziehung noch unklar

Unklar blieb zunächst, ob der mutmaßliche Täter die Opfer gezielt oder wahllos attackiert hatte. „In welcher Beziehung sie stehen, ob sie sich kennen, ob es vorher einen Streit gab, das alles ist noch unklar“, sagte der Polizeisprecher. Das alles sei Gegenstand der Ermittlung.

Wenige Meter weiter auf dem Bürgersteig an der Ecke Niddastraße und Moselstraße war am Vormittag noch eine Blutlache zu sehen. Mehrere Mitarbeiter der Spurensicherung waren in weißen Ganzkörperanzügen unterwegs, um Hinweise zu sichern.

Bei ihren Ermittlungen setzte die Polizei auch eine Drohne ein, zudem wurden Zeugen befragt. Auch wird geprüft, ob es Videoaufzeichnungen gibt, auf denen Teile des Geschehens festgehalten wurde, wie Hollerbach erklärte. Die fast menschenleeren Straßen im Bahnhofsviertel, dem Hotspot der Frankfurter Drogenszene, waren großräumig abgesperrt.

Die Beamten hatten nach der Festnahme über Twitter und Lautsprecherdurchsagen die Bevölkerung Entwarnung gegeben. „Es besteht keine Gefahr mehr“, hieß es in einem Tweet.

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