Frank Kramer, Trainer von Arminia Bielefeld, kennt sich aus im Fußball – aber auch der Boxsport ist dem 49-Jährigen nicht fremd. Foto: AFP/LEON KUEGELER

In der Welt des Sports gibt es reichlich Absurdes, Seltsames und Lustiges. Etwa Frank Kramer, der Trainer des Fußball-Bundesligisten Arminia Bielefeld, der einen eigenwilligen Blick auf den Abstiegskampf hat.

Stuttgart - „Fußball ist wie Schach – nur ohne Würfel.“ Dieser Spruch wird gerne Lukas Podolski zugeschrieben, der so Dinger rausgehauen hat wie: „Jetzt müssen wir die Köpfe hochkrempeln. Und die Ärmel natürlich auch.“ Dabei ist der Fußball-Schach-Vergleich gar nicht von dem Ex-Nationalspieler. Der Komiker Jan Böhmermann brachte den Kalauer 2006, als er den kölschen Kicker karikiert hat. Das nur am Rande: Prinz Poldi war ziemlich angefressen, und wirklich vergeben hat er Böhmermann bis heute nicht. Ist so eine Sache, die Vergleiche im Fußball.

Nun hat sich auch Frank Kramer auf dieses gefährliche Terrain gewagt. Der Trainer von Arminia Bielefeld sieht im Kampf gegen den Abstieg aus der Bundesliga Parallelen zu einem Kampf im Boxring. „Wir sind wie Boxer, die über 34 Runden gehen. Erst beim letzten Gong stehen zwei nicht mehr, einer taumelt“, sagte der Coach des abstiegsgefährdeten Clubs und fand eine Metapher für das 0:5 gegen Borussia Mönchengladbach: „Die haben uns in Runde 31 erwischt und auf die Bretter geschickt. Jetzt gilt es aufzustehen und den anderen zu demonstrieren: Wir fighten weiter, wir gehen nicht k. o.“ Na ja, das mit 18 Kämpfern in einer Zone von sechs auf sechs Metern erinnert eher an eine Kneipenschlägerei – wenn Herr Kramer da nicht Ärger mit dem Deutschen Boxsport Verband bekommt. Frank Schaefer (früher 1. FC Köln), ein Trainer-Ex-Kollege des 49-Jährigen, hat mit einem Satz die Faszination wunderbar erfasst: „Fußball ist wie eine Frikadelle – da ist alles drin!“ Stimmt, denn manchmal wird’s den Fans dabei auch ganz schön übel.

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