Fragen rund um Honig Wie gesund ist Honig?

Von Markus Brauer 

Um Nektar für ein Kilogramm Honig zu sammeln, muss eine Biene eine Strecke fliegen, die dem Sechsfachen des Erdumfanges entspricht. Foto: dpa
Um Nektar für ein Kilogramm Honig zu sammeln, muss eine Biene eine Strecke fliegen, die dem Sechsfachen des Erdumfanges entspricht. Foto: dpa

Honig ist nicht gleich Honig. Wie gesund ist Honig und kann er eigentlich auch schädlich sein? Wir beantworten die wichtigste Fragen zum Thema in unserem Überblick.

Stuttgart - Fast alle Produkte, die von Bienen stammen, werden genutzt: Honig (aus Nektar produziertes Futter); Honigtau (aus den süßen Ausscheidungen der Blattläuse produzierte Nahrung); Pollen (zu sogenanntem Honigbrot verarbeitet), vergorene Pollen dienen als Futter für die Larven; Gelée Royale (Futter für die Bienenkönigin); Propolis (Kittharz, das als Baumaterial und Schutz vor Krankheitserregern und Pilzen dient und antibiotische Wirkung hat) sowie Bienengift (zur Behandlung etwa von rheumatischen Erkrankungen indiziert)

Woraus besteht Honig?

Honig besteht zu 80 Prozent aus Zucker, vornehmlich Fructose (Fruchtzucker) und Glucose (Traubenzucker). Beide gehören zur Gruppe der Kohlenhydrate und Einfachzucker (Monosaccharide). Glucose ist der wichtigste Energielieferant des Körpers, der schneller ins Blut gelangt als Fructose. Je höher der Anteil des Traubenzuckers im Honig ist, desto rascher kristallisiert er – wie Raps- und Löwenzahnhonig.

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Warum darf der Wassergehalt nicht zu hoch sein?

Der Wassergehalt im Honig muss unter 20 Prozent liegen, weil es sonst bei der Lagerung zur Gärung kommt und er ungenießbar wird. Der ursprüngliche Wassergehalt des Nektars (30 bis 40 Prozent) wird durch den Transport und die Weitergabe von Biene zu Biene deutlich reduziert.

Die Verdunstung des Wassers wird dadurch beschleunigt, dass die Bienen mit ihren Flügeln fächern. Dabei wird die feuchte Luft im Stock durch kühlere, trockene Außenluft ausgetauscht. Der fertige Honig wird schließlich in Waben eingelagert und mit einer wasserundurchlässigen Wachsschicht überzogen.

Welche weitere Inhaltsstoffe finden sich im Honig?

Honig enthält außer Wasser und Zucker in geringem Maße organische Säuren (wie Essig-, Butter – und Oxalsäure) sowie Eiweiße und Enzyme. Enzyme sind Eiweißverbindungen, die biochemische Vorgänge wie ein Katalysator beschleunigen. Glucose-Oxidase ist eine solche Verbindung: Als Bestandteil körpereigener Sekrete der Bienen führt es zur Bildung von Wasserstoffperoxid. Dieser Stoff hat eine keimhemmende und keimtötende Wirkung auf bestimmte Bakterien.

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