Chantal Pinzi hat eine Marokkanerin fotografiert, die die traditionelle marokkanische Reitkunst Tbourida beherrscht. Foto: Chantal Pinzi, Panos Pictures

In der Stadthalle Balingen sind die weltbesten Pressebilder aus dem Jahr 2025 zu sehen. Sie dokumentieren Kriege, Krisen, Klimawandel, Protest – aber auch menschliche Geschichten.

Es ist der wichtigste Preis für dokumentarische Fotografie. Deshalb bewerben sich immer Zehntausende Fotografinnen und Fotografen aus aller Welt, wenn der World Press Photo Contest wieder ausgeschrieben wird. Die Ausstellung der diesjährigen Gewinner macht derzeit Station in der Stadthalle Balingen und gibt Einblicke in aktuelle Themen wie Klimawandel, Migration oder Protest, aber es gibt auch ganz menschliche Geschichten.

 

Seniorin trifft Roboter

Auch Paula Hornickel aus Berlin gehört zu den Gewinnern. Sie hat im Rahmen eines Studienprojekts eine Begegnung zwischen einer Seniorin und einem Roboter fotografiert. Eine der Preisträgerinnen aus Afrika ist Chantal Pinzi, die eine junge Marokkanerin fotografiert hat, die ihren wilden Hengst gezähmt und ihm die traditionelle marokkanische Reitkunst Tbourida beigebracht hat, eine Unesco-prämierte Kunst, die lange Männern vorbehalten war. Heute kämpfen immer mehr Reiterinnen für ihren Platz im marokkanischen Kulturerbe. Die Ausstellung in Balingen ist Teil der weltweiten Tournee der World Press Photo Foundation – und ist derzeit auch in Hamburg zu sehen.

Fotoschau in der Stadthalle Balingen

Ausstellung
„World Press Photo Exhibition 2026“, Stadthalle Balingen, Charlottenstraße 27. Bis 14. Juni. Geöffnet Mo – Fr 10 bis 19 Uhr, Di, Do bis 21 Uhr.

Preis
Die Ausstellung zeigt die prämierten Arbeiten des World Press Photo Contest 2026, für den insgesamt 57 376 Fotografien von 3747 Fotografinnen und Fotografen aus 141 Ländern eingereicht wurden. Die unabhängige Non-Profit-Organisation World Press Photo, gegründet 1955 in den Niederlanden, setzt sich weltweit für hochwertigen Fotojournalismus und dokumentarische Fotografie ein.