Michael Ransburg (rechts) und Udo Rau spielen im Klassiker Julius Cäsar. Foto: Sabine Haymann

Viele verschiedene Facetten der Theaterkunst gibt es in der kommenden Spielzeit im Forum Theater Stuttgart zu entdecken.

Den Auftakt macht ein großer Klassiker: „Julius Cäsar“ aus der Feder von William Shakespeare, inszeniert von Dieter Nelle, hat am 3. Oktober Premiere. Es geht dabei nicht nur um den Mord am Tyrannen, sondern auch um die Folgen, die Rom in einen Bürgerkrieg stürzen und die Hoffnung auf Demokratie begraben.

Bühnenkunst ganz anderer Art präsentiert das Perpetuo Mobile Teatro „Scrooge – es ist nie zu spät“ nach Charles Dickens. In der Koproduktion mit dem Teatro Dimitri werden kunstvolle Masken eingesetzt, außerdem eigene Musik sowie Elemente aus Tanz, Akrobatik und Erzähltheater.

Meditativen Charakter hat der „Sonnengesang“ des Franz von Assisi, den Frank Tischer vertont hat. Der Heilige beschreibt in seinen Zeilen die Schönheit der Schöpfung. Tischer schafft dazu mit seinem Flügel und Naturklängen eine besondere Akustik. Den Text dazu spricht der Schauspieler Jürg Löw.

Abermals eine andere Form der Darbietung bringt im Dezember Sebastian Scheuthle: seinen „Satierkreis“, den er auf Grundlage der Fassung seines Vaters Frieder Nögge und des Pianisten Polo Piatti geschaffen hat. Um den Jahreswechsel herum wird dann letztmals Gelegenheit sein, sich das schon immer wieder gezeigte Programm der Famiglia Dimitri anzuschauen. Als Wiederaufnahme folgen dann „Kleine Eheverbrechen“ von Éric-Emmanuel Schmitt in der Inszenierung von Karin Eppler.

Erste Premiere im neuen Jahr: „Der Waldspaziergang“

Die erste Premiere im neuen Jahr ist im Februar: „Der Waldspaziergang“, ein Theaterstück für zwei Personen des amerikanischen Autors Lee Blessing (uraufgeführt 1987). Es geht um Abrüstungsverhandlungen 1982. Im schweizerischen Genf brechen der sowjetische Diplomat Andrey Botvinnik und der amerikanische Unterhändler John Honeyman abseits des offiziellen Programms zu einem Waldspaziergang auf. Das Stück geht auf eine wahre Geschichte zurück. Damals wurde zwischen den beiden Männern ein Durchbruch erzielt, der aber schon bald von den jeweiligen Regierungen wieder verworfen wurde.

Im März wird dann noch einmal „Das denkende Herz“ zu sehen sein, und es steht auch ein Gastspiel der Theater Companie Voland an: Die Gebrüder Lüger präsentieren „Die Wahrheit“ – eine komödiantische Neuinterpretation des Baron von Münchhausen. Als letzte Premiere der Saison kommt dann „Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe“ von Peter Hacks.

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