Zurzeit nur wenig in der Formel 1 zu lachen: Ferrari-Pilot Fernando Alonso Foto: Getty

Es läuft nicht für Fernando Alonso. Vor einem Jahr hat der Spanier das letzte Mal ein Formel-1-Rennen gewonnen – in Barcelona. An diesem Wochenende ist der Ferrari-Fahrer wieder zu Gast beim Großen Preis von Spanien. Doch auf Sieg wird er dieses Mal sicher nicht fahren.

Es läuft nicht für Fernando Alonso. Vor einem Jahr hat der Spanier das letzte Mal ein Formel-1-Rennen gewonnen – in Barcelona. An diesem Wochenende ist der Ferrari-Fahrer wieder zu Gast beim Großen Preis von Spanien. Doch auf Sieg wird er dieses Mal sicher nicht fahren.

Barcelona - Manchmal liegen die Antworten auf der Hand. Da braucht man erst gar nicht lange nachzudenken. Bei Fernando Alonso ist das auch so. Als der Spanier dieser Tage gefragt wurde, wer in Brasilien im Sommer Fußball-Weltmeister werde, schoss es aus ihm heraus: „Natürlich Spanien“, meinte der Ferrari-Pilot und zog die rechte Augenbraue hoch – so als wolle er sagen: „Was für eine unnötige Frage!“

Auf eine andere hätte er aber nicht in dieser Kickstart-Manier geantwortet. Obwohl auch diese Antwort für ihn bereits feststehen dürfte. Und, Herr Alonso, wer wird 2014 Formel-1-Weltmeister? Sicher nicht ich, müsste Fernando Alonso dann entgegnen. Wortwörtlich hat er es zwar noch nicht gesagt, doch wer dem 32-Jährigen ganz genau zuhört, der merkt, dass Alonso so denkt. „Kaum etwas spricht dafür, dass wir hier aufs Podium fahren oder sogar gewinnen“, sagte der Weltmeister von 2005 und 2006 vor dem Großen Preis von Spanien in Barcelona an diesem Sonntag (14 Uhr/RTL und Sky). Selbstvertrauen hört sich anders an. Daran konnte auch sein dritter Platz zuletzt in China nichts ändern.

Zeit für Optimismus ist bei Ferrari im Moment sowieso fehl am Platz. Zwar wird der Rennstall aus Maranello zum Europaauftakt ein runderneuertes Auto präsentieren, aber die vielen Baustellen am F14T dürften kaum alle behoben worden sein. „Es gibt kein Gebiet, auf dem wir richtig schwach sind, aber wir müssen überall besser werden“, meinte Alonso, aktuell Gesamtdritter. Vor allem die schmalen Seitenkästen seines Boliden sollen nach Expertenmeinung weiter für zu wenig Abtrieb sorgen.

Dabei war es gerade Fernando Alonso, der sich nach Jahren der Vettel-Dominanz von der neuen Turbo-Ära in dieser Saison mehr versprochen hatte. Doch Pustekuchen! Ferrari hat zwar Red Bull eingeholt, dafür hechelt die seit fünf Jahren titellose Scuderia nun den dominierenden Silberpfeilen von Mercedes hinterher. „Wir wissen, dass der Abstand zur Spitze erheblich ist“, knurrte Alonso, der immerhin das interne Duell bislang mit 41 Punkten gegenüber seinem Teamkollegen Kimi Raikkönen (11 Zähler) anführt: „Und die Konkurrenz wird die Zeit seit dem China-Rennen nicht mit den Füßen auf dem Sofa verbracht haben.“

Keine Frage: Vor dem erst fünften WM-Lauf hören sich Alonsos Aussagen nach Resignation an. Zudem scheint es so, als zweifle der Asturier daran, dass der neue Teamchef, der Formel-1-fremde Marco Mattiaci, der Stefano Domenicali vor wenigen Wochen ersetzt hat, die Wende bringt. Dafür ist Ferraris technischer Direktor James Alison davon überzeugt, dass Alonso bald in die Erfolgsspur zurückfindet. „Fernando bewegt sich zurzeit auf einem außergewöhnlichen Leistungsniveau“, findet der 46 Jahre alte Ire. Wohl wissend, dass er das von dem Auto, das der ehrgeizige Spanier lenken muss, nicht behaupten kann.

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