Der ADFC Backnang will, dass die Stadt deutlich mehr tut für die Radfahrer. Foto: dpa

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC) Backnang sowie der örtliche BUND und der Nabu Backnang fordern einen Runden Tisch und Rederecht in den Ausschüssen des Kommunalparlaments.

Backnang - Der Allgemeinde Deutsche Fahrrad Club (ADFC) Backnang und Backnanger Bucht, der örtliche Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sowie die Backnanger Gruppe des Naturschutzbunds (Nabu) schlagen in einem Brief an die neuen Stadträte und an den Backnanger OB Frank Nopper vor, einen Runden Tisch einzurichten. Vertreter der Fraktionen im Gemeinderat, der Stadtverwaltung und der Verbände sollten sich regelmäßig treffen. „Wir könnten uns auch gut vorstellen, dazu einen bestehenden Ausschuss (des Gemeinderats) bei einschlägigen Themen um ein Teilnahme- und Rederecht des jeweiligen Verbands zu erweitern“, heißt es in den Schreiben.

Auch auf kommunaler Ebene die Weichen stellen

Die Themen nachhaltiger Verkehr, Umwelt- und Naturschutz gewännen in der Gesellschaft immer stärker an Bedeutung, denn viele Menschen hätten verstanden, „dass es um unser aller Lebensgrundlagen geht“. Angesichts der drohenden Klimakatastrophe und der wachsenden Umweltprobleme sei es höchste Zeit, „dass wir unser Handeln entsprechend anpassen“. In den nächsten fünf Jahren müssten auch auf kommunaler Ebene die Weichen hierfür gestellt werden.

Ganz konkret fordern der ADFC, der BUND und der Nabu unter anderem das bestehende Radinfrastrukturkonzept in dieser Wahlperiode komplett umzusetzen. Sie wollen, dass ein Fahrradbeauftragter der Stadt ein Zeitbudget von 70 Prozent einer Vollzeitstelle bekommt. Bebauungspläne müssten ergänzt werden um „Artenschutz an Gebäuden und an Gärten“. Im öffentlichen Raum seinen mehr „ökologisch hochwertige Wiesen“ nötig.

Stadtverwaltung ist offen für „zielführende Vorschläge“

OB Nopper erklärt zu dem Forderungspaket, dass es bereits einen Runden Tisch gebe, an dem auch Vertreter der drei Verbände teilnehmen. Ein Rederecht in den Ausschüssen werde in Einzelfällen gestattet. In Sachen Verbesserung der Radinfrastruktur werde einiges getan, Nopper nennt unter anderem Markierungsarbeiten auf den Straßen und neue Fahrradboxen. Im übrigen sei die Stadtverwaltung offen für „zielführende Vorschläge“.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: