Die Gestaltung des Lärmschutzdeckels – wenn er fertig ist – soll im Gemeinsamen Gremium besprochen werden, fordern die CDU-Gemeinderatsfraktionen. Foto: Stefanie Schlecht

Im Gemeinsamen Gremium besprechen die Städte Themen, die sie beide betreffen. Beim Pfaffensteigtunnel und dem Lärmschutzdeckel sehen die CDU-Fraktionen dringenden Gesprächsbedarf.

Die CDU-Gemeinderatsfraktionen in Böblingen und Sindelfingen wollen, dass die Städte sich zusammensetzen und über die Pläne für den Pfaffensteigtunnel und die Gestaltung des A 81-Lärmschutzdeckels sprechen. Deshalb haben sie einen gemeinsamen Antrag bei den Stadtverwaltungen in Böblingen und Sindelfingen eingereicht.

 

Darin fordern sie, eine Sitzung des gemeinsamen Gremiums beider Städte „zum nächstmöglichen Zeitpunkt, spätestens jedoch im Januar 2026, einzuberufen“. Aus Sicht beider Fraktionen sei es erforderlich, „zeitnah in eine vertiefte interkommunale Abstimmung einzutreten, um für beide Städte bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.“

Gemeinsames Gremium von Böblingen und Sindelfingen

Das gemeinsame Gremium wurde bereits vor Jahrzehnten gegründet, um die Zusammenarbeit der beiden Städte zu verbessern. Vertreter aus den zwei Gemeinderäten und die Oberbürgermeister besprechen in diesem Gremium Themen, die die Interessen beider Städte berühren.

Und das ist sowohl beim Pfaffensteigtunnel als auch beim Lärmschutzdeckel der Fall. Der Pfaffensteigtunnel soll die Gäubahn künftig mit dem Flughafen verbinden. Der Abzweig von der bestehenden Zug- und S-Bahnstrecke ist in der Nähe des Sindelfinger Schützenhauses, auf Böblinger Gemarkung, geplant. Ebenso der Beginn des Tunnels. Geht es nach der Deutschen Bahn, so soll mit dem Bau im kommenden Jahr begonnen werden.

Zahlreiche Streckensperrungen angekündigt

Die Arbeiten dürften mit massiven Beeinträchtigungen nicht nur für Böblingen, sondern auch für Sindelfingen verbunden sein. So soll offenbar die S-Bahnstrecke für die Bauarbeiten an insgesamt 450 Tagen komplett gesperrt werden. Das sei für Böblingen „nicht akzeptabel“, hatte Oberbürgermeister Stefan Belz (Grüne) in der Gemeinderatssitzung Anfang November gesagt und alternative Bauabläufe gefordert. 

Ein weiteres Projekt, das zwar auf Sindelfinger Gemarkung liegt, aber ebenso beide Städte betrifft, ist die Gestaltung des Lärmschutzdeckel über die A 81, der den Namen Tunnel Goldberg tragen soll. Zuletzt hatte der Sindelfinger Gemeinderat grünes Licht gegeben, dort beispielsweise begrünte Freiflächen, Photovoltaik-Anlagen und den Radschnellweg vorzusehen. Die konkrete Planung steht aber noch aus. Vor allem zum Radschnellweg hatte es im Böblinger Gemeinderatsgremium immer wieder Nachfragen gegeben.