Die Unzufriedenheit in den Salucci-Höfen wächst mit den sozialen Problemen Foto: Roberto Bulgrin

Seit Jahren klagen Eigentümer und Mieter in einem Esslinger Stadtteil über anhaltende Probleme. Die Polizei müsse immer wieder gerufen werden. Die CDU forder die Stadt zum raschen Handeln auf.

Im Esslinger Wohnquartier Salucci-Höfe sorgt eine unbefriedigende Situation für heiße Diskussionen. Eigentümer und Mieter klagen seit Jahren über über Müll, Beschädigungen und extremen Lärm bis in die Nacht. Immer wieder müsse die Polizei gerufen werden, berichteten Betroffene bei einem Lokaltermin der CDU-Ratsfraktion. Nach zahlreichen Gesprächen mit Betroffenen fordern die Christdemokraten die Verantwortlichen im Rathaus nun zum Handeln auf.

 

Die Stadtverwaltung soll zeitnah über die aktuelle Situation im Bereich der Salucci-Höfe sowie im Umfeld des benachbarten Neckar Centers berichten und aufzeigen, was die Stadt tun kann. Die CDU möchte wissen, wie sich die Situation entwickelt hat, welche Maßnahmen bislang ergriffen wurden und was sie gebracht haben. Außerdem soll die Verwaltung erklären, ob die Probleme mit den vorhandenen Instrumenten lösbar wären, welche zusätzlichen Maßnahmen kurz- und mittelfristig vorgesehen sind und wie oft die Polizei dort wegen welcher Delikte im Einsatz war. Außerdem soll die Stadt berichten, ob und welche brandschutz- und baurechtlichen Verstöße in den Salucci-Höfen festzustellen sind und was dagegen getan wird.

„Viele verhalten sich rücksichtslos“

Dass die Stadt den lange geplanten Stadtteil- oder Quartiersplatz beim Marstallgebäude bislang nicht realisiert hat, sehen Anwohner als wesentliches Problem. Dort könnten unterschiedlichste Menschen ihre Freizeit verbringen – auch diejenigen, die sich bislang in den Salucci-Höfen aufhalten, obwohl sie gar nicht dort wohnen. „Viele verhalten sich rücksichtslos, verursachen Lärm und Schmutz, der die Anwohner der Freiflächen unnötig belastet“, berichtete eine Anwohnerin.

Die CDU-Ratsfraktion fordert, das Projekt mit Nachdruck voranzutreiben, um so die Situation zu entschärfen. Auf 1,3 Millionen Euro war das Projekt 2024 kalkuliert worden, Ende 2025 sollte alles fertig sein. Bis heute lässt die Realisierung jedoch auf sich warten, obwohl die Stadt aus dem Länderprogramm Soziale Integration im Quartier einen 812 000-Euro-Zuschuss erhält. Der CDU-Landtagsabgeordnete Andreas Deuschle betont: „Das Land hat die Förderung bereits im Juli 2023 zugesagt. Nun liegt es an der Stadt, das Projekt konkret umzusetzen.“ Die Finanzmittel stehen laut Deuschle für einen Abruf bis 2027 zur Verfügung, dann muss das Projekt erledigt sein.