Defensiv nur Statisten: Die Holzgerlingen Twister um Thomas Schmidt (re.) konnten die gegnerischen Receiver nur selten stoppen. Foto: Thomas Schittenhelm

Die Holzgerlingen Twister haben im dritten Saisonspiel der Football-Regionalliga ihre zweite Niederlage kassiert. Im Duell mit einem Aufsteiger fand vor allem die Defensive keine Lösungen, um das Passspiel des Gegners zu stoppen.

Statt zwei Punkten im Osternest gab es 43 faule Eier für die Holzgerlingen Twister. In der Football-Regionalliga kassierte das Team von Headcoach Patrick Mayer im Heimspiel gegen die KIT SC Engineers aus Karlsruhe eine saftige 14:43-Packung. „Wir haben gegen ein starkes Team gespielt, aber wir haben uns auch in ganz vielen Dingen selbst geschlagen“, bilanzierte Mayer.

 

Vom Start weg lief es alles andere als geplant. Zwar verwandelte die Offensive einen vierten Versuch in einen ersten, doch dieses Kunststück gelang später nicht mehr. Nach dem Ballgewinn flogen die Badener angeführt von Quarterback Jonas Lohmann, der letzte Saison noch in der ersten Liga bei den Schwäbisch Hall Unicorns gespielt hatte, quasi über das Feld. „Das war schneller passiert, als wir gucken konnten“, kommentierte Mayer den ersten Touchdown des Gegners.

Genau in dieser Geschwindigkeit ging es weiter. Während die Twister-Offense keinen Fuß auf den Boden kam, hatte die Defense keine Antwort auf das starke Passspiel des Gegners. „Wir haben vieles versucht, haben aber gemerkt, dass die Karlsruher spielerisch wie auch taktisch besser waren als wir.“ So stand es kurz vor der Pause bereits 0:28. Für einen kleinen Hoffnungsschimmer sorgte die letzte Aktion in Halbzeit eins. Quarterback Fabian Klimek fand mit auslaufender Uhr Leon Sautter in der gegnerischen Endzone, nach dem Kick von Klimek stand es nur noch 7:28.

Die große Aufholjagd blieb allerdings aus, denn Lohmann und Co. waren weiterhin von den Holzgerlingern nicht aufzuhalten. Touchdown Nummer fünf und sechs folgten im dritten Abschnitt, beim Stand von 7:43 war die Partie entschieden. „Aus einem unerklärlichen Grund haben sie plötzlich versucht, zwei Punkte statt nur den Extrapunkt zu machen“, kommentierte der Twister-Trainer die Two-Point-Conversion nach dem letzten Touchdown.

Immerhin konnte sein Team im finalen Quarter etwas Ergebniskosmetik betreiben. Wieder war es Sautter, der sechs Punkte erzielte. Klimek verwandelte den Extrapunkt zum 14:43-Endstand. „Wir haben uns durch eigene Fehler das Leben schwer gemacht“, konstatierte der Coach. Dies gilt es schnellstmöglich abzustellen, denn am Sonntag (15 Uhr) wartet ein Auswärtsspiel bei den Heidelberg Hunters.