Um auf die tägliche Verschwendung von Essbarem aufmerksam zu machen, startet die Stadt eine Kampagne. Und damit die Zahl der Fairteiler in Stuttgart wächst, gibt es einen neuen Zuschuss.
Die einen sind ein Regal in einem Laden mit Öffnungszeiten, andere sind Hütten, die rund um die Uhr geöffnet haben – die Rede ist von Fairteilern. So unterschiedlich sie in Stuttgart sind, so haben sie doch eines gemeinsam: Sie sollen die Lebensmittelverschwendung etwas eindämmen, indem an den Stationen Essen kostenlos geteilt wird. In Stuttgart gibt es aktuell rund zehn Fairteiler.
Damit es noch mehr werden, gibt es nun eine neue Förderung. „Je größer das Netzwerk ist, desto kleiner ist die Last für den Einzelnen“, sagte Sabine Weick von der Stabstelle Klimaschutz jüngst im Ausschuss für Klima und Umwelt. Denn die Fairteiler werden ehrenamtlich betreut. Und betreut bedeutet vor allem: geputzt und in Ordnung gehalten.
Viele Emissionen durch Ernährung
Die Stabstelle Klimaschutz beginnt im Herbst eine Kampagne zum Thema Lebensmittelverschwendung in Privathaushalten. Wäre Lebensmittelverschwendung ein Land, wäre sie bei den Emissionen auf Platz drei, sagte Jan Kohlmeyer, der Leiter der Stabstelle. Man sehe in den Fairteilern aber auch soziales Potenzial, wie Weick sagte.
Die Fördersumme für neue Fairteiler in der Stadt liegt bei maximal 3500 Euro pro Standort. Ein paar Bedingungen sind daran geknüpft. Dass sich die Ehrenamtlichen zum Beispiel schulen lassen und dass sie eine Eröffnungsveranstaltung organisieren. Bei der Schulung lernen sie unter anderem, dass Verderbliches wie Wurst oder Cremiges in einem Fairteiler nicht zu suchen hat.