Die Bundesregierung verspricht schnelle Hilfe für den Wiederaufbau der Flutgebiete. Im Baugewerbe ist die Lage jedoch angespannt. Die betroffenen Gebiete sollten daher Priorität bekommen, kommentiert Jan Dörner.
Berlin - Die Bundesregierung verspricht schnelle Hilfe für die von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Regionen sowie für die Menschen, die durch die Wassermassen all ihr Hab und Gut, ihre Häuser oder Autos verloren haben. Der Plan wird am Mittwoch im Kabinett beschlossen und sieht neben einer Soforthilfe auch einen langfristen Wiederaufbaufonds vor. All das wird teuer. Es ist jedoch nicht nur für die Opfer der aktuellen Katastrophe beruhigend, dass Deutschland einen solchen Kraftakt finanziell stemmen kann.
Der Wiederaufbau wird aber Jahre dauern, das zeigen die Erfahrungen früherer Hochwasser. Zwar will die Bundesregierung bürokratische Hürden senken, damit die Bagger schon bald rollen können. In der Praxis wird es jedoch nicht so schnell gehen, wie sich besonders die Betroffenen dies wünschen. Baufirmen und Handwerker waren schon vor der Katastrophe schwer zu bekommen. Verschärft wird die Lage durch die aktuelle Rohstoffknappheit – auf deutschen Baustellen fehlt es schon seit Wochen an Stahl und Holz. Die von der Flut zerstörten Regionen sollten daher nun bevorzugt mit Aufträgen und Material versorgt werden.