Die Rettungskräfte sind auch mit Hubschraubern in Oberhausen-Rheinhausen vor Ort. Foto: 7aktuell.de/Luca App

Womöglich hat der Pilot vom nahen Flughafen Speyer aus Starts und Landungen geübt, als er mit einem Sportflugzeug zusammenstieß. Die DRF Luftrettung hat ihren Hauptsitz in Filderstadt am Flughafen.

Oberhausen-Rheinhausen - Ein Rettungshubschrauber ist am Dienstag gegen 13 Uhr bei Oberhausen-Rheinhausen (Landkreis Karlsruhe) mit einem Sportflugzeug zusammengestoßen – nach derzeitigem Stand geht die Polizei von vier Toten aus. Medienberichten zufolge soll der Rettungshubschrauber Starts und Landungen vom Flughafen Speyer aus geübt haben; dieser Flughafen liegt ungefähr zwei Kilometer von der Absturzstelle entfernt auf der anderen Rheinseite.

Der Hubschrauber, ein Eurocopter EC 135 mit sieben bis acht Sitzen, gehörte zur DRF Luftrettung, die am Stuttgarter Flughafen in Filderstadt-Bernhausen angesiedelt ist. Die DRF Luftrettung gibt es seit 1973; sie ist mittlerweile mit 50 Hubschraubern an 29 Standorten in Deutschland vertreten. Im vergangenen Jahr flog sie insgesamt knapp 38 000 Einsätze. In einer ersten Stellungnahme sagte die Sprecherin Petra Hentschel: „Die DRF Luftrettung ist durch den tragischen Unfall zutiefst betroffen und trauert um die Verstorbenen. In Gedanken sind alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Luftrettungsorganisation bei deren Angehörigen.“

Bei dem Sportflugzeug handelt sich nach Angaben der Braunschweiger Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung um eine Piper PA-28 Cherokee. Das ist ein einmotoriges, viersitziges Leichtflugzeug.

Die nähere Unfallursache ist noch nicht bekannt. Der Pilot des Sportflugzeuges soll Kenntnis von den Übungsflügen des Hubschrauberpiloten gehabt haben. Der Flughafen Speyer/Ludwigshafen ist ein kleinerer Flugplatz mit rund 38 000 Flugbewegungen im Jahr, darunter gut 2000 Starts und Landungen von Jets.

Das Atomkraftwerk Philippsburg befindet sich rund zwei Kilometer vom Absturzort entfernt.

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