Nach dem Flugzeugabsturz der brasilianischen Fußballmannschaft Chapecoense ist der Verein zum Sieger der Copa Sudamericana erklärt worden.Foto:dpa Foto:  

Nach dem Flugzeugabsturz der brasilianischen Fußballmannschaft Chapecoense ist der Verein zum Sieger der Copa Sudamericana erklärt worden. 50 Fußballspieler, Trainer und Mitarbeiter des Vereins starben bei dem Unglück.

Asuncion - Der südamerikanische Fußball-Verband Conmebol gab am Montag seinen Entschluss bekannt, dem brasilianischen Erstligisten Chapecoense nach dem Flugzeugunglück in Kolumbien den Titel wie auch die zwei Millionen Dollar (1,87 Millionen Euro) Preisgeld zuzuerkennen. Die Copa Sudamericana ist der zweitwichtigste südamerikanischer Fußballwettbewerb für Vereinsmannschaften.

Der brasilianische Überraschungsfinalist Chapecoense war vor einer Woche auf dem Weg zum Hinspiel des Finales um den Südamerika-Cup gegen den kolumbianischen Rivalen Atlético Nacional, als die Chartermaschine abstürzte. 50 Fußballspieler, Trainer und Mitarbeiter des Vereins starben, insgesamt gab es 71 Todesopfer. Nur sechs Menschen überlebten das Unglück, darunter drei brasilianische Fußballspieler. Es gibt Hinweise, dass das Flugzeug wegen Treibstoffmangels abstürzte. Chapecoense Real wurde 1973 in Chapeco im brasilianischen Bundesstaat Santa Catarina gegründet. Er zählt in dem fußballverrückten Land zu den kleinen Clubs, erlebte zuletzt aber einen sportlichen Höhenflug.

Fair-Play-Preis für kolumbianisches Team

Nach zwei Jahrzehnten in unteren Ligen kämpfte sich das Team 2014 wieder in die erste Liga zurück. Laut Conmebol stammte der Antrag, der tödlich verunglückten Mannschaft den Titel zuzuerkennen, von deren Rivalen Atlético Nacional. Das kolumbianische Team erhielt dafür den Fair-Play-Preis.

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