Passagiere, die auf Germanwings gebucht waren, hatten auch am Freitag Pech. Foto: dpa

Auch am Freitag bleiben die Piloten der Germanwings im Ausstand. Wieder fallen zahlreiche Flüge aus. Am Flughafen Stuttgart fällt die Hälfte aller Starts und Landungen aus.

Stuttgart - Am Stuttgarter Flughafen sind auch am Freitag zahlreiche Germanwings-Flüge wegen eines Pilotenstreiks ausgefallen. Die Hälfte der 84 Starts und Landungen der Lufthansa-Tochter sei gestrichen worden, sagte eine Sprecherin des Flughafens. Am Bodensee-Airport in Friedrichshafen traf es jeweils einen Flug von und nach Köln.

Am Flughafen Stuttgart sei es wegen des Streiks ruhiger gewesen als sonst, sagte die Sprecherin. Die meisten Passagiere seien entweder auf die Bahn oder andere Airlines umgebucht worden oder hätten ihre Flüge storniert. Sie seien also gar nicht erst zum Flughafen gekommen.

Insgesamt waren in Stuttgart 251 Starts und Landungen aller Fluggesellschaften geplant. Außer den 42 Germanwings-Flügen fielen bis zum frühen Nachmittag zunächst keine weiteren Verbindungen aus, so die Sprecherin.

Ausstand endet um Mitternacht

Der zweitägige Ausstand sollte um Mitternacht enden. „Dann geben wir der Lufthansa Zeit, sich vielleicht mit einem Angebot bei uns zu melden, das dann endlich einmal verhandlungsfähig sein sollte“, sagte ein Sprecher der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit. Gewerkschaft und Lufthansa streiten unter anderem über die Übergangsversorgung der Piloten vor dem Renteneintritt.

Germanwings-Chef Thomas Winkelmann hatte die VC zuvor aufgefordert, der Schlichtung zur Frage der Übergangsrenten zuzustimmen. „Wir haben keinerlei Verständnis für den neuerlichen Streik, gerade angesichts der aktuellen schwierigen wirtschaftlichen Situation. Niemand versteht, warum ein junger Copilot jetzt das Recht beansprucht, arbeitgeberfinanziert in etwa 30 Jahren zu unverhältnismäßig hohen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den Vorruhestand gehen zu können“, erklärte Winkelmann.

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