Ein Germanwings-Flugzeug musste am Samstag auf dem Flughafen Stuttgart außerplanmäßig landen. Foto: www.7aktuell.de | Oskar Eyb

Warum ein Germanwings-Flieger in Stuttgart eine Ausweichlandung vollzog ist weiter unklar. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung sieht keinen Anlass für eine Prüfung des Vorfalls.

Stuttgart/Köln - Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung wird die Ausweichlandung einer Germanwings-Maschine am Samstag in Stuttgart nicht unter die Lupe nehmen. „Wir haben sie nicht untersucht“, sagte ein Behördensprecher am Dienstag. „Große Flugzeuge sind dafür ausgelegt, dass sie mit einem Triebwerk landen können.“ Die Maschine sei aus Sicherheitsgründen vorzeitig gelandet, um die Passagiere zu schützen. „Das ist eine ganz normale Sache“, sagte der Sprecher. „Das machen alle Fluggesellschaften.“

Auch das Auslösen des Notalarms durch den Piloten wie in Stuttgart sei lediglich dafür da, um am Flughafen Vorrang vor den Flugzeugen im Normalbetrieb zu erhalten. Die Behörde hat im vergangenen Jahr 135 Flugunfälle untersucht - darunter allerdings auch Vorfälle mit Heißluftballons.

Der Airbus wird weiter untersucht

Nach der Ausweichlandung eines Germanwings-Flugzeugs in Stuttgart wird der Airbus 319 weiter von Technikern der Lufthansa untersucht. Dies teilte ein Sprecher von Germanwings am Dienstag mit. Angaben zur Ursache für die Ausweichlandung der Maschine, die auf dem Weg von Köln/Bonn nach Venedig war, könnten nicht gemacht werden, solange die Untersuchung noch laufe. Allerdings werde das Triebwerk ausgetauscht, um weitere Untersuchungen zu ermöglichen.

Die Geräte des Flugzeuges hatten einen Ölverlust angezeigt. Nach der Warnung im Cockpit wurde laut Germanwings aus Sicherheitsgründen ein Triebwerk abgeschaltet und eine Ausweichlandung vorgenommen. „Es handelt sich hierbei um eine Standard-Sicherheitsprozedur. Die Landung war keine Notlandung“, hieß es in einer Mitteilung. Der Flughafen Stuttgart sprach jedoch von einer Notlandung. Verletzt wurde niemand, wie der Geschäftsführer des Flughafens Stuttgart, Georg Fundel, mitteilte. Die 123 Passagiere und 5 Crew-Mitglieder setzten ihre Reise in einem Ersatzflugzeug fort.

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