Im Angriff des VfB Stuttgart ruhen einige Hoffnungen auf Silas Katompa Mvumpa und Roberto Massimo. Beide Fußballprofis haben aktuell jedoch ähnliche Schwierigkeiten.
Marbella - Es war etwa eine Stunde gespielt, als Roberto Massimo durchkam. Auf der rechten Seite behauptete sich der Flügelspieler des VfB Stuttgart und passte den Ball scharf nach innen. Eine gute Aktion des 21-Jährigen, doch wieder gelang kein Tor gegen den FK Rostow. Die Hereingabe war nicht präzise genug. Sie landete beim Torhüter anstatt bei einem Mitspieler.
Wie so oft zuletzt bei den Anstrengungen des Fußball-Bundesligisten, einen Treffer zu erzielen. Am Ende bleibt, dass Massimo während des Trainingslagers in Spanien eine Reihe solcher Szenen hatte. Er bringt seine Schnelligkeit ein, auch seine Abschlüsse sind verheißungsvoll – aber vor allem im Training. Die Umsetzung im Spiel hapert.
Roberto Massimo kämpft mit den Erwartungen
Zu häufig agiert der U-21-Nationalspieler in den Pflichtpartien zögerlich. Zu selten bringt er sich und seine Mitspieler in eine aussichtsreiche Position, wenn es wirklich zählt. „Wir dürfen aber nicht vergessen, dass er bereits zwei Saisontore erzielt hat und während der Vorrunde eine ordentliche Phase hatte“, sagt Trainer Pellegrino Matarazzo.
Doch in die Rückrunde startete Massimo schwach. Ungewöhnlich sind diese Leistungsschwankungen für junge Spieler nicht. Von Massimo hatte man sich nach dem ersten Lehrjahr im Oberhaus aber mehr erhofft. Zumal Silas Katompa Mvumpa über weite Strecken der Hinrunde wegen einer schweren Verletzung ausfiel. Auf 14 Liga-Einsätze bringt es Massimo, elf davon Beginn an. Bis zum Abpfiff blieb der frühere Bielefelder jedoch selten auf dem Platz. Und jetzt erhöht sich die Konkurrenz. Silas ist zurück.
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Das sieht nach Arbeitsteilung aus. Beim 2:1-Sieg im Testspiel gegen den russischen Erstligisten aus Rostow reichte es bereits für 45 Minuten in Marbella. Schon bald sollen es 60 Minuten sein, womit Silas für Matarazzo zum Startelfkandidaten wird. Noch aber ist Geduld gefragt beim Kongolesen. Auch was seine Sturmläufe über die Flügel anbelangt. „Ihm hat nach den vielen Laufeinheiten hier im Trainingslager zum Abschluss im Testspiel etwas die Spritzigkeit gefehlt. Silas hat auch insgesamt noch nicht wieder die Tempowechsel in seinem Spiel, die er vor seiner Verletzung hatte“, sagt Matarazzo.
Im Eifer springt Silas zudem wieder öfter der Ball vom Fuß. Doch mit dem besseren Timing kehrt das Vertrauen in die eigenen Dribblings zurück. Auch der 23-Jährige hatte im ersten Abschnitt gegen Rostow seine Szene über die rechte Seite – mit dem gleichen Resultat wie Massimo. Die Hereingabe landete nicht beim Mitspieler.
Doch will der VfB im Abstiegskampf bestehen, benötigt er Geschwindigkeit und Genauigkeit im Angriff. „Daran haben wir viel gearbeitet“, sagt Matarazzo. Wohl wissend, dass die offensiven Abläufe im Marbella Football Center zwar noch einmal klar vermittelt wurden, sie aber vor allem unter dem Druck des Ligabetriebs funktionieren müssen. Zunächst im Heimspiel am nächsten Samstag gegen Eintracht Frankfurt.
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