Wie geht es mit den Wohncontainern im Weilerhau weiter? Darüber wird nun doch erst nach dem Sommer geredet. Foto: Caroline Holowiecki

Über eine mögliche Verlängerung der Standzeit des Containerdorfs in Plattenhardt wird nun doch erst nach dem Sommer gesprochen. Warum?

Laut Tagesordnung hätte es in der jüngsten Sitzung des Filderstädter Gemeinderats um den Tagesordnungspunkt „Parkplatz Höhensporthalle Weilerhau Filderstadt-Plattenhardt: Temporäre Unterkunft für Geflüchtete – Beschluss zur Verlängerung der Standzeit“ gehen sollen, das Thema wurde aber von Oberbürgermeister Christoph Traub abgesetzt. „Weil wir heute Abend nicht in die Gelegenheit versetzt werden, über die Gesamtkonzeption zu sprechen“, erklärte er.

 

Der Hintergrund: Dem Gemeinderat soll zeitnah eine umfassende Struktur vorgelegt werden, wie die Stadtverwaltung künftig mit der Unterbringung von geflüchteten Menschen umgehen will. Zuletzt hatte man in Filderstadt vor allem auf befristete Modulbauten zurückgegriffen, der jüngste Beschluss zu einer neuen Großunterkunft für mehr als 100 Personen am Rand des Gewerbegebiets von Bernhausen ist erst Ende Mai gefallen. Die angekündigte Verwaltungsvorlage, die alle Informationen über die künftige Unterkunfts- und Wohnraumkonzeption beinhalten soll, ist jedoch noch nicht fertig.

Das Thema Weilerhau birgt möglicherweise einigen Zündstoff. Die Baugenehmigung fürs Anfang 2024 eröffnete Containerdorf, in dem bis zu 130 Menschen leben können, läuft Ende dieses Jahres aus. Noch vor dem Start des Aufbaus hatte die Stadtverwaltung in einer großen Bürgerversammlung entsprechend von einer geplanten Standzeit von lediglich zwei Jahren gesprochen. Noch in diesem Mai hatte Christoph Traub in der Sitzung des Gemeinderats betont, man stehe hier im Wort. Nun steht eine mögliche Verlängerung der Standzeit im Raum. Details sind bislang nicht bekannt.

Vom Tisch ist die Sache trotz der Absetzung des Tagesordnungspunkts noch nicht. Das Thema sei „nicht aufgehoben, sondern nur aufgeschoben“, sagte Christoph Traub. In der ersten Sitzungsrunde nach den Sommerferien werde das Ganze wieder aufs Tapet kommen.