Systembau – eine provisorische Unterkunft – in Heumaden. Foto: Max Kovalenko

Weil die Flüchtlingszahlen steigen und Stuttgart mit neuen Zuweisungen Asylsuchender rechnet, sorgt sich Stuttgart um deren Betreuung. Stefan Spatz, der stellvertretende Sozialamtsleiter, will an jedem Standort einen Freundeskreis gründen, der die Flüchtlinge betreut.

Stuttgart - Weil die Flüchtlingszahlen steigen und Stuttgart mit neuen Zuweisungen Asylsuchender rechnet, sind mehrere Systembauten mit rund 1000 Plätzen geplant. Trotz – oder wegen – einiger harter Standortstreitigkeiten hält Stefan Spatz, der stellvertretende Sozialamtsleiter, an seinem Ziel fest: Es soll an jedem Standort ein Freundeskreis die Flüchtlinge betreuen.

In Zuffenhausen und Plieningen hat es laut Spatz schon erste Gespräche gegeben, für den Standort Hofen seien inzwischen vier Mitglieder gewonnen. In Möhringen wolle der Bezirksvorsteher die Kontakte zu den alten, inzwischen aufgelösten Freundeskreisen beleben, und in Feuerbach gründe man Anfang Februar einen Freundeskreis, „unabhängig vom Standort des Systembaus“, so Spatz.

Bei den Stadträten fand das Engagement der ehrenamtlichen Flüchtlingsbetreuer durch die Bank viel Lob, zumal „uns das Thema weiter begleiten wird“, wie Iris Ripsam (CDU) betonte. Maria Hackl (SPD) hält auch für angemietete Wohnungen Freundeskreise für angemessen. Laut Stefan Spatz laufen die Versuche, dafür Ehrenamtliche zu gewinnen, zurzeit an. Mit welchem Erfolg, bleibt ungewiss. Im Leonhardsviertel sollen Flyer mit der Handynummer der Bezirksvorsteherin Veronika Kienzle ausgelegt worden sein, bei der man gegen die Ansiedlung von Flüchtlingen in der Katharinenstraße protestieren sollte. In Feuerbach wehren sich Anwohner mittels Anwaltsschreiben gegen „Ghettoisierung“.

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